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On Air Festival

Warum Tausende Reisende dem ÖBB-Railjet beim Anfahren zuhören

Eine Taurus-Lokomotive der ÖBB in einem Bahnhof. Aktuelle News

Die markante Tonfolge der Taurus-Lokomotiven ist für viele Bahn-Fans Kult geworden.

Es ist kein Zufall, dass Fahrgäste am Hauptbahnhof gelegentlich innehalten, wenn ein Railjet einfährt. Die Züge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben einen akustischen Wiedererkennungswert, der weit über die Grenzen Österreichs hinaus für Begeisterung sorgt.

Die 15-sekündige Melodie ist mittlerweile so populär, dass die ÖBB den Sound sogar als offiziellen Download für Fans bereitstellen. Laut ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger hat sich um das Geräusch eine regelrechte Fangemeinde entwickelt, die weit bis nach Deutschland reicht.

Ein Sound mit technischem Hintergrund

Die Tonfolge entsteht keineswegs durch einen Lautsprecher, sondern ist ein Nebenprodukt der Technik. Die Stromrichter wandeln den Strom aus der Oberleitung für die Drehstrommotoren der Taurus-Lokomotive um.

Dabei entsteht die charakteristische Tonfolge aus Ganz- und Halbtonschritten über zwei Oktaven. Was technisch bedingt ist, wurde bewusst so gestaltet: Die Entwickler wählten eine Frequenzabfolge, die für Passagiere und Beobachter angenehm klingt.

Warum Tausende Reisende dem ÖBB-Railjet beim Anfahren zuhören

Nicht jeder Zug singt

Wer das melodische Anfahren live erleben möchte, muss auf das Modell achten. Nur die Taurus-Modelle 10116 und 1116, die bis 2008 gebaut wurden, erzeugen diese spezifische Tonfolge. Sie ist sowohl beim Anfahren als auch beim Einfahren in einen Bahnhof zu hören – beim Einfahren jedoch in umgekehrter Reihenfolge.

Der Sound hat längst Einzug in die Welt der Modelleisenbahnen gehalten, wo er in digitale Dekoder integriert wurde. Einen Eindruck von der akustischen Besonderheit vermittelt dieses Video: