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Was ändert sich ab September: Neue Regeln bei Steuern, Handgepäck und Fördergeldern im Überblick

Kalenderblatt für den Monat September mit Notizen zu neuen Gesetzen und Fristen Aktuelle News

Der Monatswechsel bringt für Verbraucher spürbare Änderungen im Alltag und bei den Finanzen mit sich.

Was ändert sich ab September für Verbraucher in Deutschland? Der Monatswechsel bringt entscheidende Neuerungen bei den Handgepäckregeln an Flughäfen, eine wichtige Frist für die Steuererklärung sowie die nächste Antragsstufe für staatliche KfW-Heizungszuschüsse mit sich. Wer jetzt nicht rechtzeitig reagiert, riskiert unnötige Verspätungszuschläge beim Finanzamt oder verliert wertvolle Fördergelder beim Heizungstausch.

Besonders Reisende und Immobilienbesitzer müssen sich auf veränderte Abläufe einstellen. Während an den Sicherheitskontrollen der europäischen Airports alte Beschränkungen überraschend zurückkehren, öffnet die staatliche Förderbank ein lange erwartetes Zeitfenster für Mehrfamilienhäuser und Wohnungseigentümergesellschaften. Doch welche Details entscheiden jetzt über bares Geld und stressfreie Abläufe?

EU-Flughäfen: Strengere Handgepäck-Regeln für Flüssigkeiten kehren zurück

Viele Reisende hatten sich bereits an den neuen Komfort gewöhnt, Getränke oder größere Kosmetikbehälter einfach im Handgepäck durch moderne CT-Scanner an Flughäfen wie Frankfurt, München oder Berlin zu schleusen. Ab dem 1. September gilt EU-weit wieder die strikte Obergrenze von maximal 100 Millilitern pro Einzelbehälter. Grund dafür sind technische Überprüfungen der Scanner-Software, welche die EU-Kommission dazu veranlasst haben, vorübergehend den alten Standard durchzusetzen.

Alle Flüssigkeiten müssen daher wieder in einem transparenten, wiederverschließbaren 1-Liter-Plastikbeutel verstaut werden. Wer größere Parfümflaschen oder Sonnencremes im Handgepäck mitführt, muss diese an der Sicherheitskontrolle unwiderruflich entsorgen.

„Die vorübergehende Vereinheitlichung auf 100 Milliliter dient der Flugsicherheit, bis alle technischen Parameter der neuen Scanner restlos verifiziert sind“, erklärt ein Sprecher des Flughafenverbands ADV.

Der Mythos, dass moderne CT-Scanner an deutschen Flughäfen das Flüssigkeiten-Limit dauerhaft abgeschafft hätten, ist damit vorerst vom Tisch. Reisende sollten beim Packen keine Ausnahmen einkalkulieren, um lange Wartezeiten an den Terminals zu vermeiden.

Wichtige Änderungen ab September auf einen Blick

Die nachfolgende Übersicht zeigt die zentralen Anpassungen, die zum Monatswechsel in Kraft treten:

Bereich Wichtigste Neuerung ab September
Flugverkehr Rückkehr zur 100-ml-Grenze für Flüssigkeiten im Handgepäck an allen EU-Flughäfen.
Steuererklärung Fristende für Pflichtveranlagungen des Vorjahres ohne Steuerberater rückt unmittelbar näher.
KfW-Heizungsförderung Antragsstart für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern und Vermieter freigeschaltet.
Schule & Ausbildung Angepasste BAföG-Bedarfssätze greifen mit dem Start des neuen Ausbildungsjahres.
Kfz-Zulassung Vollständige Digitalisierung von Zulassungsprozessen (i-Kfz) wird verbindlicher Standard.

KfW-Förderung: Nächste Stufe beim Heizungstausch startet

Für private Vermieter und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) markiert der September einen wichtigen Meilenstein. Über das Kundenportal Meine KfW können nun auch Eigentümer von Mehrfamilienhäusern Anträge auf bis zu 70 Prozent Zuschuss für den Einbau klimafreundlicher Heizungen wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen stellen.

Bislang war diese Förderung vor allem selbstnutzenden Einfamilienhaus-Besitzern vorbehalten. Die Verbraucherzentrale rät dazu, Angebote von Fachbetrieben genau zu vergleichen und die Förderzusage abzuwarten, bevor verbindliche Lieferverträge unterzeichnet werden.

  1. Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit einem Fachbetrieb abschließen, der eine aufschiebende oder auflösende Bedingung zur Förderzusage enthält.
  2. Registrierung im KfW-Portal durchführen und die Bestätigung zum Antrag (BzA) des Handwerkers hochladen.
  3. Zuschussantrag absenden und die offizielle Bewilligung abwarten, bevor die Montagearbeiten beginnen.

Steuerfrist im Blick behalten: Säumniszuschläge drohen

Wer zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet ist und diese selbst ohne Hilfe von Lohnsteuerhilfevereinen oder Steuerberatern erstellt, muss den Kalender genau prüfen. Die reguläre Abgabefrist für das vorangegangene Steuerjahr endet traditionell im Spätsommer bzw. zu Beginn des Herbstes. Wer den Stichtag verpasst, muss mit automatischen Verspätungszuschlägen von mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat rechnen.

„Das Finanzamt kennt bei versäumten Fristen wenig Spielraum. Wer in Zeitnot gerät, sollte vor Ablauf der Frist eine formlose Fristverlängerung mit nachvollziehbarer Begründung beantragen“, rät der Bund der Steuerzahler.

Freiwillige Abgeber haben dagegen deutlich mehr Zeit: Für eine Antragsveranlagung bleiben volle vier Jahre rückwirkend Zeit, um sich zu viel gezahlte Lohnsteuer vom Fiskus zurückzuholen.

Ausbildungsstart und BAföG: Mehr finanzielle Unterstützung

Mit dem Beginn des Ausbildungs- und Schuljahres im September greifen zudem die reformierten Sätze für Auszubildende und Schüler. Neben leicht angehobenen Freibeträgen beim Elterneinkommen soll vor allem die Studienstarthilfe für Erstsemester aus einkommensschwachen Haushalten finanzielle Hürden abbauen.

Wer BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bezieht, sollte geänderte Nachweise unverzüglich bei den zuständigen Ämtern einreichen, um Zahlungsunterbrechungen zum Semesterbeginn zu verhindern.

💚 Jetzt aktiv werden und wichtige Fristen für Steuern oder Förderungen direkt im Kalender markieren.

📱 Teile diesen Überblick mit Freunden oder Familie, die im September verreisen oder ihre Heizung modernisieren wollen.

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