West-Nil-Virus in Europa: ECDC meldet 1.086 Infektionen in 15 Ländern
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West-Nil-Virus in Europa: ECDC meldet 1.086 Infektionen in 15 Ländern
Die Zahl der gemeldeten Infektionen mit dem West-Nil-Virus in Europa steigt rasant an. Aktuelle Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) belegen inzwischen 1.086 offiziell erfasste Fälle.
Noch einen Monat zuvor lag die registrierte Gesamtzahl bei lediglich 241 Fällen. Sämtliche gemeldeten Ansteckungen erfolgten direkt innerhalb der betroffenen europäischen Regionen und wurden nicht von außerhalb der Europäischen Union eingeschleppt.
Südeuropa meldet die meisten Fälle
Das Virus wurde bislang in 15 europäischen Staaten nachgewiesen. Der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens liegt im Mittelmeerraum.
Italien führt die Statistik mit 516 erfassten Fällen an, gefolgt von Griechenland mit 284 Infektionen. Weitere Nachweise meldeten Deutschland, die Niederlande, Spanien, Frankreich und Österreich.
Eine Stechmücke der Gattung Culex, die in Europa als Hauptüberträger des West-Nil-Virus gilt.
Übertragungsweg und Krankheitsverlauf
Die Übertragung des West-Nil-Virus auf den Menschen erfolgt primär durch Stiche infizierter Stechmücken, insbesondere der Gattung Culex. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch findet im Alltag nicht statt.
Bei den meisten infizierten Personen verläuft die Infektion symptomlos oder mild mit grippeähnlichen Beschwerden wie plötzlichem Fieber.
Gefahr für Risikogruppen
Für ältere Menschen sowie Personen mit bestehenden Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem birgt das Virus ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. In Einzelfällen kann es zu Entzündungen des Gehirns oder der Hirnhäute kommen.
In Ländern wie Belgien wurden bislang keine humanen Infektionen gemeldet, allerdings konnte das Virus dort bereits bei Tieren nachgewiesen werden.

