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Wien legt Konzept offen: Auszeit-WG für strafunmündige Intensivtäter unter Beschuss

Wien legt Konzept offen: Auszeit-WG für strafunmündige Intensivtäter unter Beschuss Aktuelle News

Wien legt Konzept offen: Auszeit-WG für strafunmündige Intensivtäter unter Beschuss

Die Wiener Kinder- und Jugendhilfe hat das offizielle Konzept ihrer neuen Betreuungseinrichtung für strafunmündige Mehrfachtäter öffentlich zugänglich gemacht. Die Magistratsabteilung 11 (MA 11) stellte das Dokument aus dem Mai ins Netz, nachdem vorangegangene Entwürfe massive Diskussionen ausgelöst hatten.

Die sogenannte „Auszeit-WG“ nahm vor knapp zwei Monaten ihren Betrieb auf. Sie soll Minderjährige auffangen, die vor Erreichen der Strafmündigkeitsgrenze wiederholt durch schwere Delikte auffallen.

Transparenzoffensive nach heftiger Debatte

Zuvor war eine Arbeitsversion des Papiers aus dem Juli an die Öffentlichkeit gelangt und hatte für scharfen Gegenwind gesorgt. Mit der Veröffentlichung des ursprünglichen Mai-Konzepts versucht die MA 11 nun, die Wogen zu glätten und die pädagogische Ausrichtung der Einrichtung offenzulegen.

Ziel der Wohngruppe ist es, intensiv auffällige Kinder durch engmaschige Betreuung und strukturierte Tagesabläufe aus kriminellen Dynamiken herauszulösen.

Psychiater erneuert Einwände

Die Veröffentlichung konnte die Bedenken aus der Fachwelt jedoch nicht vollständig ausräumen. Der forensische Kinder- und Jugendpsychiater Patrick Frottier erneuerte kurz nach Bekanntgabe des Konzepts seine Kritik an den Plänen der Stadt Wien.

Experten hinterfragen unter anderem, ob die getroffenen Maßnahmen und therapeutischen Angebote ausreichen, um die komplexen Ursachen der Jugendkriminalität wirksam zu behandeln.