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Wim Wenders (81) wehrt sich in Venedig gegen Vorwürfe nach Berlinale-Eklat

Wim Wenders (81) wehrt sich in Venedig gegen Vorwürfe nach Berlinale-Eklat Aktuelle News

Wim Wenders (81) wehrt sich in Venedig gegen Vorwürfe nach Berlinale-Eklat

Regisseur Wim Wenders hat bei den Filmfestspielen von Venedig Vorwürfe einer unpolitischen Haltung zurückgewiesen. Der 81-Jährige erklärte, seine Aussagen bei der diesjährigen Berlinale seien damals verkürzt und falsch wiedergegeben worden.

«Wir Filmemacher sind das Gegenteil von Politikern. Wir haben Empathie», betonte Wenders am Rande des Festivals in Italien. Politik funktioniere dagegen ohne Empathie.

Der Eklat auf der Berlinale-Pressekonferenz

Auslöser der Debatte war eine Antwort von Wenders auf eine Frage zum Gaza-Krieg während der Berlinale-Jury-Pressekonferenz. Dort hatte er unter anderem formuliert, dass sich Filmschaffende aus der Politik heraushalten müssten, um ein Gegengewicht zu bleiben.

Die anschließende Zuspitzung in den sozialen Medien führte zu monatelangen Diskussionen über die politische Verantwortung von Künstlern. Neben Protesten und offenen Briefen gab es auch konkrete Boykott-Aufrufe rund um das Festival.

«Wir sind das Gegenmittel»

In Venedig stellte Wenders nun klar, dass er damals keineswegs zur politischen Passivität aufgerufen habe. Der Bezugsrahmen von Filmemachern unterscheide sich schlichtweg grundlegend von dem der Politik.

Empathie versus Erhalt des Status quo

«In der Politik geht es darum, den Status quo zu bestätigen. Wir arbeiten mit der Denkweise von empathischen Menschen und wollen Dinge verändern», so Wenders. Die Berichterstattung habe seine Kernaussage ins Gegenteil verkehrt.

Filmemacher sollten sich nicht den Denkweisen der Politik unterordnen, sondern nach eigenen Regeln handeln. «Wir müssen uns nicht aus der Politik heraushalten, denn wir tun genau das Gegenteil. Wir sind das Gegenmittel.»

Neues 3D-Projekt über Peter Zumthor vorgestellt

Anlass für Wenders‘ Auftritt in Venedig ist die Premiere seines neuen Dokumentarfilms «From Inside Out – The Architecture of Peter Zumthor».

Das in 3D gedrehte Werk porträtiert das Schaffen des Schweizer Architekten und widmet sich unter anderem bekannten Bauwerken wie der Therme Vals.