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WM-Titel 2014 im Gefängnis: Hoeneß weinte wegen Schweinsteiger-Worten in der Zelle

Uli Hoeneß bei einer Ehrung in Hamburg Aktuelle News

Uli Hoeneß blickte bei einem Auftritt in Hamburg auf emotionale Momente seiner Vergangenheit zurück.

Tränen in der Gefängniszelle nach WM-Finale 2014

Bei einer Ehrung in der Hamburger Fischauktionshalle hat Uli Hoeneß über einen der emotionalsten Momente seines Lebens gesprochen. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 saß der heutige Ehrenpräsident des FC Bayern München eine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung ab.

Einen gemeinsamen TV-Abend der Insassen zum Finalspiel gegen Argentinien hatte die Gefängnisleitung damals untersagt. Der 74-Jährige verfolgte den deutschen Titelgewinn daher komplett isoliert auf seiner Pritsche.

Schweinsteigers TV-Botschaft aus Rio

Direkt nach dem Schlusspfiff im Maracanã-Stadion richtete sich Bastian Schweinsteiger im Live-Fernsehen überraschend an Hoeneß. Der Mittelfeldchef bedankte sich öffentlich und betonte, dass die Mannschaft ohne den Bayern-Macher nicht dort stehen würde.

„Das war einer meiner emotionalsten Momente, die ich erlebt habe“, schilderte Hoeneß die Situation. „Dann sagt er so etwas. Ich habe geheult wie ein Schlosshund – und das könnte ich heute noch.“

WM-Titel 2014 im Gefängnis: Hoeneß weinte wegen Schweinsteiger-Worten in der Zelle

Lob für Klopp und Mahnung an Deutschland

Neben dem Rückblick äußerte sich der Weltmeister von 1974 auch zur aktuellen Lage des deutschen Fußballs. Den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp bezeichnete er dabei als die „beste Lösung, die wir in Deutschland haben können“.

Gleichzeitig warnte Hoeneß vor einem Nachlassen der Leistungsbereitschaft. In Ländern wie Brasilien, Portugal oder Argentinien diene der Fußball als harter Weg zum sozialen Aufstieg, während in Deutschland die Wohlstandsmentalität dominiere.

„Wir müssen wieder lernen, hart zu arbeiten, wenn wir Erfolg haben wollen“, forderte Hoeneß. Diese Notwendigkeit beschränke sich seiner Ansicht nach nicht nur auf den Profisport, sondern gelte für die gesamte Gesellschaft.