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Wohnen für 297 Euro im Monat: So lebt eine Spanierin in einem Luxus-Wohnwagen

Ein moderner Wohnwagen auf einem gepflegten Campingplatz unter Palmen an der spanischen Mittelmeerküste. Aktuelle News

Für unter 300 Euro im Monat genießt Sandra Annehmlichkeiten wie Pools und Tennisplätze.

Die Spanierin Sandra hat ihren Lebensstil radikal vereinfacht. Für eine monatliche Standgebühr von lediglich 297 Euro bewohnt sie ihren Wohnwagen direkt an der Costa Blanca im Süden Spaniens.

Neben der moderaten Pacht fallen lediglich die Kosten für Strom und Wasser an. Überraschend dabei: Auch in der touristischen Hochsaison bleibt der Preis für den Stellplatz stabil.

Luxus zum Discountpreis

Für diesen Betrag erhält Sandra nicht nur einen Stellplatz, sondern vollen Zugang zur Infrastruktur der Anlage. In einem TikTok-Video hebt sie die Vorteile hervor: „Ich habe den Luxus, das ganze Jahr über einen Pool, einen Tennisplatz, große Außenbereiche, eine private Überwachung und einen Gärtnerservice nutzen zu können.“

Trotz der festen Basis bleibt sie flexibel. Ihr Alltag ist in drei Zehn-Tages-Abschnitte unterteilt. Während sie einen Teil der Zeit auf dem Campingplatz verbringt, besucht sie ihre Familie im Norden Spaniens oder nutzt die verbleibende Zeit für Reisen, wie etwa für Kreuzfahrten auf dem Mittelmeer.

Wohnen für 297 Euro im Monat: So lebt eine Spanierin in einem Luxus-Wohnwagen

Dauercamping: Die rechtliche Lage in Deutschland

Sandras Wohnmodell weckt Begehrlichkeiten, doch die rechtliche Situation in Deutschland ist grundlegend anders. Der Bundesverband der Campingwirtschaft stellt klar, dass ein Campingplatz hierzulande in der Regel nicht als dauerhafter Erstwohnsitz dient. Ein Standplatz wird meist für mindestens ein Jahr gemietet, wobei der Wohnwagen primär als Feriendomizil fungiert.

Wann ist dauerhaftes Wohnen möglich?

Ob das Leben im Wohnwagen langfristig erlaubt ist, hängt von strengen baurechtlichen Vorgaben ab:

  • Gebietstyp: Befindet sich der Campingplatz in einem ausgewiesenen Wohn- oder Mischgebiet, ist eine dauerhafte Nutzung eher denkbar als in Sondergebieten, die explizit der Erholung vorbehalten sind.
  • Saisonale Beschränkungen: Manche Plätze sind aufgrund lokaler Gegebenheiten – etwa Hochwassergefahr oder fehlender Infrastruktur für den Winter – nur für eine Saison von etwa acht bis neun Monaten zugelassen.
  • Örtliche Satzungen: Kommunen können zudem bestimmen, welche festen Anbauten, Zäune oder baulichen Veränderungen an einem Wohnwagen zulässig sind.

Wer plant, seinen Lebensmittelpunkt dauerhaft auf einen Campingplatz zu verlegen, sollte sich daher vorab bei den örtlichen Behörden über die baurechtliche Widmung des Areals informieren.