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Wutrede nach 31 Jahren TV-Kult: Stefan Mross rechnet beim SWR-Abschied ab

Wutrede nach 31 Jahren TV-Kult: Stefan Mross rechnet beim SWR-Abschied ab Aktuelle News

Wutrede nach 31 Jahren TV-Kult: Stefan Mross rechnet beim SWR-Abschied ab

Nach der finalen Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ im Europa-Park Rust ist der offizielle Abschied aus dem Ruder gelaufen. Moderator Stefan Mross nutzte die interne Senderfeier für scharfe Vorwürfe gegen die Verantwortlichen des Südwestrundfunks (SWR).

Nach 31 Jahren Laufzeit – davon knapp 22 Jahre mit Mross an der Spitze – beendete der Sender die traditionsreiche Unterhaltungsshow. Der 50-jährige Moderator reagierte beim feierlichen Sektempfang mit offener Frustration auf die getroffene Entscheidung.

Frontalangriff beim Sektempfang

Der SWR hatte nach der letzten Live-Sendung geladen, um das Format und das gesamte Team zu würdigen. SWR-Intendant Kai Gniffke und Programmdirektor Clemens Bratzler lobten die langjährige Arbeit des Moderators vor den versammelten Gästen.

Als Mross selbst das Wort ergriff, kippte die Veranstaltung. „Das war wie eine Bestattungsrede. Und bei jedem Negativen haben Sie geklatscht, ich weiß nicht warum“, eröffnete der Entertainer laut Medienberichten seine Ansprache.

Vorwurf einer persönlichen Revanche

Im Zentrum der Kritik stand SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler, der Mross im März über das Aus der Sendung informiert hatte. Mross griff ihn direkt an: „Clemens, ich glaube, du hattest mal eine sehr unerfolgreiche Fernsehshow. Für mich kam es so rüber, als wäre das mit mir eine kleine Rache-Aktion von dir.“ Bratzler bestritt diese Vorwürfe vor Ort.

Mross warf dem Sender zudem vor, ihn in der Öffentlichkeit bloßgestellt zu haben. Auf seine Frage, was im kommenden Jahr sonntags ab 10:03 Uhr ausgestrahlt werde, soll Bratzler geantwortet haben, dass voraussichtlich Wiederholungen der alten Folgen laufen werden.

Tränen vor der Kamera und Frust im Saal

Bereits kurz vor dem Empfang brachen sich die Emotionen Bahn. Bei einem Auftritt des Duos Sigrid und Marina flossen bei Stefan Mross vor der Kamera die Tränen. Seine Rede beim anschließenden Empfang beendete er schließlich mit den Worten: „Da kann uns der Rest am A**** lecken!“

Mross stellte im Nachgang klar, dass er der Veranstaltung eigentlich fernbleiben wollte. Er sei lediglich für sein Team erschienen, das über zwei Jahrzehnte hinweg mit ihm an der Sendung gearbeitet habe.

Reaktion des Senders

Der Sender äußerte sich zurückhaltend zu den Vorfällen im Europa-Park. SWR-Sprecher Jürgen Ruf betonte, man habe die Leistung von Mross und der gesamten Produktion mit einer großen Extra-Ausgabe gewürdigt.

Die Entscheidung über das Ende von „Immer wieder sonntags“ sei den Verantwortlichen nicht leichtgefallen. Bei aller Emotionalität bleibe dem Sender ein respektvoller Umgang wichtig.