Yayoi Kusama mit 97 Jahren gestorben: Ihre Kunst zog über 450.000 Menschen nach Köln
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Yayoi Kusama prägte die moderne Kunstwelt über viele Jahrzehnte.
Die japanische Starkünstlerin Yayoi Kusama ist tot. Sie starb am 14. August im Alter von 97 Jahren in einem Krankenhaus in Tokio an Multiorganversagen, wie das Yayoi Kusama Museum bekannt gab.

Yayoi Kusama
Besucherrekorde mit Polka Dots und Spiegelräumen
Erst Anfang August 2024 endete im Kölner Museum Ludwig die erfolgreichste Sonderausstellung in der Geschichte des Hauses. Mehr als 450.000 Besucher sahen die Werke der Japanerin vor Ort.
Weltweit berühmt wurde Kusama vor allem für ihre bunten Punktmuster, die sogenannten „Polka Dots“, sowie ihre Kürbis-Skulpturen. Ein Markenzeichen waren zudem die „Infinity Mirror Rooms“, in denen Spiegel, Lichtquellen und Objekte endlose Reflexionen erzeugen.
Eine immersive Rauminstallation mit integriertem Infinity Mirror Room
Freiwilliger Rückzug in die Klinik
Kusama wuchs in der japanischen Stadt Matsumoto auf und litt von Kindheit an unter Halluzinationen und Depressionen. Diese visuellen und psychischen Erfahrungen verarbeitete sie direkt in ihrer Kunst.
Von der New Yorker Avantgarde zum Millionenmarkt
In den 1960er-Jahren sorgte sie in New York mit provokanten Performances für Aufsehen, die Pazifismus und Nudismus der Hippie-Bewegung thematisierten. Zeitweise stellte sie damit sogar Künstler wie Andy Warhol in den Schatten.
Im Jahr 1973 kehrte Kusama nach Japan zurück. Vier Jahre später entschied sie sich freiwillig für ein Leben in einer psychiatrischen Klinik in Tokio, in der sie bis zuletzt wohnte und arbeitete.
In den vergangenen Jahrzehnten arbeitete sie unter anderem mit dem Modehaus Louis Vuitton zusammen. Spitzenwerke von ihr erzielten auf dem Kunstmarkt Verkaufspreise von mehr als zehn Millionen US-Dollar.

