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Zecken-Monitoring: Warum das RKI Ihre eingesandten Zecken jetzt wissenschaftlich untersucht

Nahaufnahme einer Zecke auf menschlicher Haut. Aktuelle News

Zecken sind durch den Klimawandel mittlerweile nahezu ganzjährig aktiv.

Zecken-Monitoring: Ein Beitrag zum Gesundheitsschutz

Ein Zeckenstich ist weit mehr als nur ein juckendes Ärgernis. Da die Parasiten beim Blutsaugen Krankheitserreger von Tieren auf Menschen übertragen können, stellen sie ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Der Klimawandel sorgt für steigende Temperaturen, wodurch Zecken in Deutschland mittlerweile fast das ganze Jahr über aktiv sind.

Um die Verbreitung dieser Parasiten und ihrer Erreger besser zu verstehen, hat das Robert Koch-Institut (RKI) das Projekt CLIMATICK ins Leben gerufen. Das Ziel: Ein genaues Lagebild der Zeckenfauna in Deutschland und der damit verbundenen Risiken.

Warum das RKI Proben aus der Bevölkerung benötigt

Die Forschung konzentriert sich nicht nur auf bekannte Gefahren wie Borreliose oder FSME. Die Wissenschaftler untersuchen auch, ob sich durch die globale Vernetzung und wärmere Winter bislang nicht heimische Arten – und deren potenzielle Erreger – in Deutschland etablieren.

Das RKI nutzt die eingesandten Zecken, um den sogenannten Zecken-Atlas kontinuierlich zu aktualisieren. Je mehr Daten vorliegen, desto besser können klimatische Zusammenhänge und die Ausbreitung von Krankheitserregern analysiert werden.

Zecken-Monitoring: Warum das RKI Ihre eingesandten Zecken jetzt wissenschaftlich untersucht

So senden Sie Zecken korrekt an das RKI

Wenn Sie das Forschungsprojekt unterstützen möchten, können Sie gefundene Zecken zur Untersuchung einsenden. Das RKI empfiehlt dabei dieses Vorgehen:

  • Entfernung: Lösen Sie die Zecke vorsichtig von der Haut. Sollten Sie im Anschluss Symptome wie Rötungen oder Fieber bemerken, suchen Sie umgehend eine Arztpraxis auf.
  • Verpackung: Platzieren Sie die Zecke mit einer Pinzette in einer verschließbaren Plastiktüte. Lebende Exemplare sollten mit einem leicht angefeuchteten Stück Küchenpapier verpackt werden. Alternativ kann die Zecke mit Klebeband auf einer Unterlage fixiert und in Frischhaltefolie gewickelt werden, um ein Entkommen zu verhindern.
  • Begleitformular: Senden Sie die Probe zusammen mit dem offiziellen Begleitformular des RKI ein.
  • Versand: Die Sendung geht an: Robert Koch-Institut, ZBS1 – Stichwort: Zecke, Seestraße 10, 13353 Berlin.

Wichtige Hinweise zu den Ergebnissen

Nach der Analyse erhalten die Einsender eine Rückmeldung. Aufgrund des hohen Probenaufkommens kann dieser Prozess jedoch mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Das RKI weist darauf hin, dass die wissenschaftlichen Analysen keinen medizinischen Diagnoseservice ersetzen. Ein negativer Befund schließt eine Infektion nicht sicher aus, und ein positiver Befund beweist nicht zwangsläufig, dass ein Erreger auf den Menschen übertragen wurde. Die Daten dienen primär der epidemiologischen Forschung.