Zoff um Ballon d’Or: Mbappé-Aussage über „den Auserwählten“ verärgert Dembélé
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Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé spielen seit Jahren gemeinsam in der französischen Nationalmannschaft.
Ein Doppelinterview von Kylian Mbappé für France Football und L’Équipe sorgt in Frankreich für erhebliche Unruhe. Der französische Nationalkapitän verglich darin seinen eigenen Karriereweg mit dem von Ousmane Dembélé – und löste damit Verärgerung bei seinem langjährigen Nationalmannschaftskollegen aus.
Mbappés Vergleich sorgt für Frust bei PSG
Mbappé war im Interview darauf angesprochen worden, dass Dembélé vor ihm den Ballon d’Or gewinnen konnte. Seine Antwort stieß im Umfeld des Offensivspielers von Paris Saint-Germain auf Unverständnis.
„Ousmane wurde immer als talentierter Spieler gesehen. Ich wurde immer als der Auserwählte gesehen. Ich war sehr schnell ganz oben. Er hatte einen anderen Weg, mit Verletzungen, aber er hat das sehr gut aufgeholt“, erklärte Mbappé.
Laut Berichten von L’Équipe empfand Dembélé die Aussagen als herablassend und respektlos. Auch Teile der PSG-Kabine und Dembélés persönliches Umfeld reagierten verärgert auf die Äußerungen des Real-Madrid-Profis.
Dembélés Revanche vor laufender Kamera
Die Reaktion des PSG-Profis ließ nicht lange auf sich warten. Nach dem Ligaspiel gegen Brest nutzte Dembélé ein Interview bei Ligue 1+ zu einem direkten verbalen Konter, als er nach seinen Aussichten auf eine weitere Einzelauszeichnung gefragt wurde.

„Ich habe während meiner gesamten Karriere hart gearbeitet und nichts gesagt. Ich war nie der ‚Auserwählte‘, aber ich habe viel gearbeitet. Im vergangenen Jahr wurde ich dafür belohnt“, betonte Dembélé.
Mbappé verzichtet auf öffentliche Erwiderung
Nach Informationen französischer Medien zeigte sich Mbappé über die Schärfe der Reaktion überrascht, plant derzeit jedoch keine öffentliche Stellungnahme zu dem Vorfall.
Die Spannungen kommen unerwartet, da beide Profis seit über zehn Jahren gemeinsam für Frankreich auflaufen und lange Zeit als eng befreundet galten. Noch im vergangenen Juni hatte Dembélé seinen Nationalmannschaftskapitän öffentlich gegen harsche Medienkritik verteidigt.
