Hungersteine in der Elbe offenbaren historische Dürreperioden
Wenn extreme Trockenheit die Elbe und andere Flüsse austrocknet, kommen sogenannte Hungersteine zum Vorschein. Diese historischen Felsblöcke dienen als Pegelmarken und tragen eingemeißelte Jahreszahlen sowie Warninschriften aus vergangenen Jahrhunderten. Einst signalisierten sie drohende Hungersnöte, da sinkende Wasserstände den Warenverkehr und die Mühlen zum Stillstand brachten. Besonders zwischen Děčín und Pirna finden sich zahlreiche dieser Zeugnisse. Die zunehmende Sichtbarkeit der Steine in den letzten Jahren verdeutlicht die klimatischen Veränderungen und die wachsenden Herausforderungen durch langanhaltende Dürreperioden, die heute wie damals die Versorgungssicherheit beeinflussen können.
