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BH-Größe richtig bestimmen: So beenden Sie den täglichen Tragekomfort-Fehler

Eine Grafik zur Ermittlung der korrekten BH-Größe. Aktuelle News

Eine präzise Messung ist die Grundvoraussetzung für einen passenden BH.

Ein ausgeleierter Büstenhalter oder verrutschende Cups sind mehr als nur ein kosmetisches Ärgernis. Da sich der Körper durch Gewichtsschwankungen oder hormonelle Prozesse stetig verändert, ist die Passform eines BHs kein Dauerzustand. Ein unpassendes Modell kann zu Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich führen und langfristig die Körperhaltung beeinträchtigen.

Fast jede zweite Frau trägt das falsche Modell

Wie das Hohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH berichtet, trägt fast jede zweite Frau einen nicht optimal sitzenden BH. Die Folgen sind laut der AOK oft unterschätzt: Neben Hautirritationen und einer möglichen Deformation des Bindegewebes können Nervenreizungen und muskuläre Blockaden entstehen, die sich als chronische Kopf-, Rücken- oder Schulterschmerzen äußern.

Laut Good Housekeeping sollten Sie bei den folgenden Anzeichen dringend neu vermessen:

  • Die Körbchen schneiden in das Gewebe ein oder lassen die Brust „überquellen“.
  • Das Unterbrustband rutscht am Rücken nach oben – ein klares Zeichen für zu wenig Stützkraft oder Materialermüdung.
  • Die Körbchen stehen ab oder die Brust findet keinen Halt.
  • Die Träger rutschen permanent, weil sie ihre Elastizität verloren haben.
  • Offensichtliche Verschleißerscheinungen wie verbogene Bügel oder ausgefranste Textilien.

Anleitung: BH-Größe zu Hause korrekt messen

Für eine exakte Bestimmung benötigen Sie lediglich ein Maßband. Achten Sie darauf, aufrecht zu stehen und ruhig zu atmen, um das Ergebnis nicht durch eine angespannte Haltung zu verfälschen.

1. Unterbrustumfang messen

Legen Sie das Maßband direkt unter der Brust an. Es sollte eng anliegen, ohne die Atmung einzuschränken. Das Ergebnis (in cm) bestimmt Ihre Basisgröße (z. B. 75, 80, 85).

BH-Größe richtig bestimmen: So beenden Sie den täglichen Tragekomfort-Fehler

2. Brustumfang messen

Messen Sie nun an der vollsten Stelle der Brust. Das Maßband sollte locker aufliegen und sowohl vorne als auch am Rücken auf derselben horizontalen Höhe verlaufen.

3. Die Berechnung

Die Differenz zwischen Brustumfang und Unterbrustumfang ergibt Ihre Körbchengröße. Beispiel: Ein Brustumfang von 90 cm minus einem Unterbrustumfang von 76 cm ergibt eine Differenz von 14 cm, was laut Tabelle einer B-Körbchengröße entspricht.

Wenn der BH trotz Messung drückt: Kreuzgrößen nutzen

Da Hersteller unterschiedliche Schnitte verwenden, kann es vorkommen, dass eine theoretisch korrekte Größe nicht ideal sitzt. In diesem Fall helfen sogenannte Kreuzgrößen:

  • Band zu weit: Wählen Sie das Unterbrustband eine Stufe kleiner und das Körbchen eine Stufe größer (aus 80D wird 75E).
  • Band zu eng: Wählen Sie das Unterbrustband eine Stufe größer und das Körbchen eine Stufe kleiner (aus 80D wird 85C).
  • Cup passt nicht: Behalten Sie das Unterbrustband bei und variieren Sie nur die Körbchengröße.