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Boeing 787 von Vietnam Airlines: Beinahe-Absturz bei Start in München

Eine Boeing 787 von Vietnam Airlines am Flughafen München kurz nach dem Vorfall. Aktuelle News

Die Boeing 787 der Vietnam Airlines steht nach der Notlandung auf dem Rollfeld.

Später Start löst Sicherheitsalarm aus

Am Samstagmittag, den 15. August, kam es am Flughafen München zu einem kritischen Zwischenfall. Flug VN34 von Vietnam Airlines, eine Boeing 787-9, startete kurz vor 14 Uhr in Richtung Startbahn 26L. Was als Routineabflug begann, entwickelte sich innerhalb weniger Sekunden zu einer gefährlichen Situation.

Beobachter vor Ort berichteten, dass die Maschine ungewöhnlich spät von der Piste abhob. „Als sie in Höhe der Lufthansa-Wartungshallen immer noch nicht abhob, bin ich stutzig geworden, da nicht mehr viel Piste übrig war“, erklärte ein Spotter von Munich Aviation. Die Maschine wirbelte beim Abheben enorme Staubmengen auf, bevor sie in letzter Sekunde an Höhe gewinnen konnte.

Sperrung der Startbahn und Sicherheitsrunden

Die Südbahn wurde nach dem Startereignis umgehend gesperrt. Ein Polizeihubschrauber kontrollierte die Piste aus der Luft, um mögliche Schäden oder Trümmerteile auszuschließen, bevor der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.

Die Boeing 787 mit dem Kennzeichen VN-A867 blieb anschließend für etwa 90 Minuten über dem Erdinger Moos und Oberbayern in der Luft. Die Crew drehte mehrere Schleifen, um Treibstoff abzulassen. Dieser Prozess ist Standardvorgang, um das Landegewicht für eine sichere Notlandung zu reduzieren.

Boeing 787 von Vietnam Airlines: Beinahe-Absturz bei Start in München

Beschädigung am Fahrwerk bestätigt

Nach rund zwei Stunden kehrte der Dreamliner an den Flughafen München zurück. Um eine Begutachtung des Fahrwerks aus der Luft zu ermöglichen, überflog die Maschine die Nordbahn 26R zweimal in niedriger Höhe.

Bei der anschließenden Landung kam es zu einer starken Rauchentwicklung am Hauptfahrwerk. Rettungskräfte und die Flughafenfeuerwehr standen bereits bereit. Vor Ort wurde schnell deutlich, dass insbesondere das linke Hauptfahrwerk schwere Schäden erlitten hatte. Die Maschine verblieb nach der Landung zunächst auf einem Rollweg bei der Nordbahn, die aufgrund des Vorfalls zeitweise gesperrt wurde.