Die Gefahr aus der Tiefe: Warum „Zombiefeuer“ das Hohe Venn bedrohen
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Das Hohe Venn kämpft mit hartnäckigen Glutnestern im Torfboden.
Ein tückischer Feind im Untergrund
Die Löscharbeiten im Hohen Venn bei Monschau gestalten sich als langwierig. Da das Feuer Teile des Torfmoores erfasst hat, stehen die Einsatzkräfte vor einer besonderen Herausforderung: Torf dient als ideales Brennmaterial für unterirdische Glutnester.
Diese Glut kann mangels Sauerstoff über lange Zeit im Boden überdauern. Erst durch trockene Witterung oder Wind flammen die Feuer erneut auf. Experten rechnen damit, dass die Löscharbeiten noch Tage, wenn nicht gar Wochen andauern könnten.
Die Bedrohung durch „Zombiefeuer“
Die größte Sorge der Brandbekämpfer gilt den sogenannten „Zombiefeuern“. Hierbei handelt es sich um Brandherde, die unter der Oberfläche schwelen und weit entfernt vom ursprünglichen Feuer ohne Vorwarnung wieder ausbrechen können.
Dieses Phänomen kann noch Wochen oder gar Monate nach dem eigentlichen Waldbrand auftreten. Erste Anzeichen sind meist glimmende Wurzeln oder Rauchfahnen, die scheinbar grundlos aus dem Boden aufsteigen. Da die Torfschichten im Hohen Venn stellenweise mehrere Meter tief sind, ist das Risiko für diese unterirdischen Brandherde besonders hoch.

Internationale Erfahrungen mit Torfbränden
Das Problem ist kein Einzelfall. Auch in anderen europäischen Regionen mit torfhaltigen Böden kämpfen Einsatzkräfte mit dieser Hartnäckigkeit des Feuers.
In der Nähe von Bordeaux mussten Feuerwehrleute ein Gebiet, das 2022 von einem Waldbrand betroffen war, zwei Jahre lang überwachen, da immer wieder Reste des Feuers im Torfboden entdeckt wurden.
Ein weiteres Beispiel liefert das britische Saddleworth-Moor nahe Manchester. Nach verheerenden Bränden im Sommer 2018, bei denen sogar die Armee eingreifen musste, kam es dort in den Folgejahren durch Hitzeperioden immer wieder zu kleineren Moorbränden aus unterirdischen Glutnestern.
