Gefährlicher Trend: Warum „Tanmaxxing“ Ihre Haut dauerhaft schädigt
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Der bewusste Verzicht auf Sonnenschutz zur Bräunung ist medizinisch hochriskant.
Gerötete Wangen und eine sonnenverbrannte Nase – für viele Anhänger des sogenannten „Tanmaxxing“ ist genau das das Ziel. Der aktuelle Social-Media-Trend animiert junge Menschen dazu, bewusst auf Sonnenschutz zu verzichten, um schneller einen braunen Teint zu erzielen.
Mediziner blicken mit großer Sorge auf diese Entwicklung. Christian Sander, Chefarzt der Hautklinik an der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg, warnt eindringlich: „Die Haut vergisst keine Strahlung. Ein Sonnenbrand bedeutet nichts anderes als Zellschäden in der Erbsubstanz.“
Spätfolgen: Wenn der Reparaturmechanismus versagt
Die Gefahr beim „Tanmaxxing“ liegt in der Langlebigkeit der Schäden. Wer glaubt, die Rötung verschwinde einfach wieder, irrt sich. Sander erläutert, dass die durch UV-Strahlung verursachte Zerstörung im Erbgut dauerhaft im Körper gespeichert bleibt.
Zwar versucht die Haut, diese Schäden teilweise zu reparieren. Doch dieser Mechanismus hat seine Grenzen. „Irgendwann klappt es mit der Reparatur nicht mehr, und dann kann nach vielen Jahren Hautkrebs entstehen“, so der Chefarzt.

Warum Schatten allein nicht schützt
Experten raten zum konsequenten Einsatz von Sonnenschutzmitteln mit Lichtschutzfaktor 50, die idealerweise 20 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen werden sollten. Besonders am Meer ist Vorsicht geboten, da Sand und Wasser die UV-Strahlung reflektieren und den Effekt verstärken.
Ein häufiger Irrglaube ist zudem die vermeintliche Sicherheit im Schatten. Sander stellt klar: „Im Schatten bekommt man immer noch die Hälfte der vollen Strahlung ab.“ Wer sich im Freien aufhält, benötigt daher auch im Schatten einen umfassenden Sonnenschutz, um den eigenen Körper nicht unnötig zu gefährden.
