Gefahr auf zwei Rädern: Der Konflikt am Perlacher Radl-Highway
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Der Perlacher Radl-Highway ist als schnelle Verbindung beliebt, doch das hohe Tempo sorgt für Spannungen.
- Der Perlacher Radl-Highway verbindet den Münchner Süden mit dem Zentrum.
- Rennradfahrer erreichen auf der Strecke Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h.
- Im vergangenen Jahr gab es fünf Unfälle mit schwerverletzten Personen.
Durch hohe Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h führen kleine Fehler beim Überholen oft zu schweren Unfällen. Da Radfahrer keine Knautschzone haben, enden Kollisionen häufig mit Knochenbrüchen oder Platzwunden.
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Ein Schnellweg unter Beschuss
Der „Perlacher Radl-Highway“ ist das, was man eine Erfolgsgeschichte nennt: fünf Kilometer perfekt asphaltierte Strecke, die den Münchner Süden direkt mit dem Stadtzentrum verbindet. Doch der Erfolg hat eine Schattenseite. Besonders im Sommer eskaliert der Konflikt zwischen den verschiedenen Nutzern der Strecke.
Besonders die Rennradfahrer stehen in der Kritik. Viele Anwohner und Fußgänger fühlen sich auf dem Weg nicht mehr sicher. Ein Passant brachte die Stimmung gegenüber SAT 1 Bayern auf den Punkt: „Die Rennradfahrer sind für mich die schlimmsten Verkehrsrowdys. Ich fahre hier öfters und habe immer Höllenangst.“
Das Risiko ohne Knautschzone
Die Geschwindigkeiten auf der Strecke sind beachtlich. Viele Sportler erreichen auf dem Radl-Highway bis zu 60 Kilometer pro Stunde. Bei diesem Tempo reicht ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit beim Überholen, um katastrophale Folgen auszulösen.
Tim Wiedecke von der Polizeiinspektion Unterhaching verdeutlicht den Ernst der Lage: „Letztes Jahr allein haben sich Leute fünfmal schwer verletzt. Da ist vom Knochenbruch bis zur Platzwunde alles dabei.“ Die Unfallopfer müssen häufig stationär im Krankenhaus behandelt werden, da Fahrradfahrer – anders als Autofahrer – über keinerlei Knautschzone verfügen.

Lösungsansätze ohne Durchschlagskraft
Die Behörden haben bereits reagiert und verschiedene Maßnahmen geprüft. Von zusätzlichen Hinweisschildern über Bremsschwellen bis hin zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h an den Einfahrten wurde vieles diskutiert. Bisher jedoch ohne nennenswerten Erfolg.
Die Polizei appelliert daher an das Verantwortungsbewusstsein der Fahrer. Rücksichtnahme und eine angepasste Fahrweise sind aktuell die einzigen Mittel, um die Unfallgefahr auf der beliebten Pendlerstrecke zu minimieren.
Häufige Fragen
Wie viele Menschen verletzen sich jährlich auf der Strecke?
Im vergangenen Jahr wurden auf dem Radl-Highway fünf Personen schwer verletzt.
Welche Maßnahmen wurden gegen die Unfallgefahr diskutiert?
Die Behörden prüften Hinweisschilder, Bremsschwellen und eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h an den Einfahrten.
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