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Hygiene in der Waschmaschine: Wann „Kochwäsche“ wirklich nötig ist

Eine Waschmaschine, die verschiedene Textilien bei hohen Temperaturen wäscht. Aktuelle News

Die Wahl des Waschgangs entscheidet über Hygiene und Umweltschutz.

Bei der hygienischen Reinigung von Textilien haben Verbraucher zwei Möglichkeiten: Niedrige Waschtemperaturen kombiniert mit Hygienespülern oder der Verzicht auf Zusätze zugunsten höherer Temperaturen und pulverförmiger Waschmittel.

Obwohl höhere Temperaturen mehr Energie verbrauchen, gilt das „Auskoch-Verfahren“ ökologisch oft als die bessere Wahl. Hygienespüler basieren häufig auf Bioziden, die das Abwasser belasten und langfristig kritisch für die Umwelt sind. Doch welche Textilien vertragen Hitze und welche sollten zwingend heiß gewaschen werden?

Diese 6 Textilien sollten Sie regelmäßig auskochen

Als Kochwäsche wird ein Waschgang zwischen 60 und 95 Grad bezeichnet. Diese Hitze ist notwendig, um Keime, Bakterien oder Viren effektiv abzutöten. Folgende Materialien sind dafür prädestiniert, sofern sie aus robusten Fasern wie Baumwolle bestehen:

1. Handtücher und Waschlappen

Da diese Textilien direkten Kontakt mit Körperausdünstungen haben und oft im feuchten Milieu liegen, sind sie ideale Bakterienherde. Wenn Handtücher unangenehm riechen, ist dies ein deutliches Indiz für eine notwendige hygienische Reinigung bei höheren Temperaturen.

2. Bettwäsche

Bettwäsche sollte besonders nach einer überstandenen Krankheit bei hohen Temperaturen gewaschen werden. Baumwolle oder Leinen sind hierbei in der Regel problemlos bei bis zu 95 Grad waschbar.

3. Unterwäsche aus Baumwolle

Slips, Unterhemden und Socken aus reiner Baumwolle überstehen einen Kochwaschgang gut. Vorsicht ist jedoch bei Spitze, Elasthan oder anderen synthetischen Beimischungen geboten – prüfen Sie hier immer das Pflegeetikett.

Hygiene in der Waschmaschine: Wann „Kochwäsche“ wirklich nötig ist

4. Geschirrtücher und Putzlappen

Um Bakterien in der Küche effektiv zu bekämpfen, gehören Geschirrtücher und Baumwoll-Putzlappen regelmäßig in die Kochwäsche.

5. Mulltücher und Stoffwindeln

Aufgrund der hohen Anforderungen an die Hygiene bei Babytextilien sind hier Waschgänge zwischen 60 und 95 Grad ratsam.

6. Stofftaschentücher

Besonders bei Erkältungen sollten Stofftaschentücher immer bei mindestens 60 Grad, idealerweise bei 90 Grad, gewaschen werden, um Krankheitserreger zuverlässig zu beseitigen.

Was NICHT in die Kochwäsche darf

Nicht jedes Textil verträgt Hitze. Kleidung mit Elasthan-Anteil, Seide, Wolle, Kaschmir sowie feine Dessous sollten strikt nach Etikett gewaschen werden. Synthetische Stoffe wie Polyester, Nylon oder Acryl können bei zu hohen Temperaturen schmelzen oder ihre Form verlieren; für sie gilt meist eine Obergrenze von 40 bis 60 Grad.

Die beste Waschmethode: Nachhaltig und sauber

Die ökologisch sinnvollste Strategie sieht wie folgt aus: Waschen Sie Ihre Alltagswäsche bei 30 bis 40 Grad mit einem hochwertigen Pulverwaschmittel. Ergänzen Sie dies durch einen monatlichen Waschgang bei 60 Grad mit einer voll beladenen Trommel. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern beugt auch Ablagerungen und unangenehmen Gerüchen in der Waschmaschine selbst vor.