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Interner Druck beim FC Bayern: Muss Max Eberl seinen Vertrauten opfern?

Nils Schmadtke, Chefscout des FC Bayern München Spannende Geschichten

Nils Schmadtke steht beim FC Bayern intern zunehmend unter Beobachtung.

Vorgabe der Führungsetage: Personalwechsel beim Rekordmeister

Während beim FC Bayern die Zeichen auf eine Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Max Eberl stehen, ziehen über einem seiner engsten Vertrauten dunkle Wolken auf. Nils Schmadtke, seit Herbst 2024 als Chefscout in München tätig, sieht sich laut Medienberichten massivem internen Druck ausgesetzt.

Wie die „tz“ berichtet, soll Max Eberl von der Vereinsführung signalisiert worden sein, dass die Trennung von Schmadtke eine Bedingung für seine eigene Vertragsverlängerung sein könnte. Eberls aktuelles Arbeitspapier beim deutschen Rekordmeister läuft noch bis 2027.

Kritik an Scouting-Strategie und Kosten

Schmadtke, der vor knapp zwei Jahren an die Säbener Straße kam, initiierte tiefgreifende Veränderungen in der Scouting-Abteilung. Sein Fokus lag dabei verstärkt auf dem Live-Scouting vor Ort – ein Vorgehen, das innerhalb des Vereins nun kritisch hinterfragt wird.

Die Vereinsführung bewertet den Ertrag laut Berichten als unzureichend. Die erhofften „Schnäppchen“-Transfers, bei denen unbekannte Talente für geringe Ablösen verpflichtet und sofort zu Leistungsträgern wurden, blieben bisher aus. Zudem soll das Auftreten des 37-Jährigen vereinzelt für Unmut gesorgt haben.

Nils Schmadtke
Nils Schmadtke, Chefscout des FC Bayern München.

Eine lange gemeinsame Geschichte

Die Personalie ist aufgrund der engen Bande zwischen Eberl und Schmadtke besonders brisant. Ihre Zusammenarbeit reicht zurück bis zu ihrer gemeinsamen Zeit bei Borussia Mönchengladbach, wo Schmadtke als Scout tätig war. Die Verbindung besteht sogar noch länger: Schon in Schmadtkes Zeit als U19-Spieler agierte Eberl als Nachwuchskoordinator des Vereins.

Interner Druck beim FC Bayern: Muss Max Eberl seinen Vertrauten opfern?

Beim FC Bayern fanden beide erneut zusammen, doch diese Allianz steht nun vor dem Aus. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Personalentscheidung Eberls von der Führungsebene revidiert wird; bereits vor Monaten musste mit Markus Weinzierl ein weiterer Vertrauter den Verein verlassen.

Vivell als potenzieller Nachfolger im Gespräch

In der Führungsetage sondiert man bereits den Markt für eine mögliche Neubesetzung. Als aussichtsreicher Kandidat gilt Christopher Vivell, der aktuell als Leiter der Scouting-Abteilung bei Manchester United unter Vertrag steht.

Vivell bringt eine beeindruckende Vita mit, darunter Stationen bei Chelsea, RB Leipzig und der TSG Hoffenheim. Besonders seine gemeinsame Zeit bei Red Bull Salzburg mit dem heutigen Bayern-Sportdirektor Christoph Freund könnte den Ausschlag geben. Die beiden gelten als eng vernetzt und schätzen sich fachlich wie menschlich.

Sollte sich der FC Bayern tatsächlich zur Trennung von Schmadtke entschließen, stünde mit Vivell ein konkreter Kandidat bereit, um die Vakanz in der Scouting-Struktur zu füllen.