Kroatien räumt auf: Strand-Reservierungen per Handtuch werden jetzt massiv bekämpft
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Das Reservieren von Strandplätzen durch Handtücher wird an kroatischen Stränden zunehmend unterbunden.
- Kroatische Kommunen bekämpfen die Reservierung von öffentlichen Strandplätzen durch Handtücher.
- Zurückgelassene Gegenstände wie Liegen oder Schirme werden konsequent geräumt oder beschlagnahmt.
- In Tučepi müssen Urlauber seit 2024 mit einem Bußgeld von 130 Euro für diese Unart rechnen.
Die Gegenstände werden von Kontrolleuren geräumt und teilweise beschlagnahmt. In manchen Gemeinden drohen zudem Bußgelder von bis zu 130 Euro.
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Kampf gegen die „Handtuch-Besetzung“
Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder in diesem Fall: den besten Platz am Meer. Doch wer im Kroatien-Urlaub glaubt, mit einem frühmorgendlichen Handtuch-Wurf den perfekten Liegeplatz für den ganzen Tag zu sichern, erlebt derzeit ein böses Erwachen. Kommunen greifen gegen die verbreitete Unsitte der Strand-Reservierung nun konsequent durch.
In Supetar auf der Insel Brač hat Bürgermeisterin Ivana Marković den Kampf gegen die „Handtuch-Besetzer“ eröffnet. In einer offiziellen Mitteilung stellte die 47-Jährige unmissverständlich klar: „Es ist nicht gestattet, Handtücher, Liegestühle, Sonnenschirme und andere persönliche Ausrüstung zurückzulassen, um den Platz für die spätere Nutzung zu reservieren.“
Öffentlicher Raum ist für alle da
Die Argumentation der Stadtverwaltung ist simpel und rechtlich fundiert: Öffentliche Strände sind öffentliches Gut. Sie müssen für alle Badegäste zugänglich bleiben und dürfen nicht durch unbeaufsichtigte Gegenstände privatisiert werden.
Die Kontrolleure der Stadt sind bereits in den frühen Morgenstunden unterwegs. Wer seine Ausrüstung zwecks Reservierung zurücklässt, findet bei seiner Rückkehr meist nur noch eine schriftliche Verwarnung vor. Wer die Frist zur Räumung ignoriert, muss damit rechnen, dass die persönlichen Gegenstände beschlagnahmt werden.
Harte Maßnahmen in Dalmatien
Supetar ist mit dieser Vorgehensweise keineswegs allein. Auch in anderen Urlaubsorten der dalmatinischen Küste, wie etwa in Makarska oder Sveti Filip i Jakov, gehen Polizei und Stadtmitarbeiter aktiv gegen besetzte Strandabschnitte vor. Dort werden die zurückgelassenen Handtücher und Schirme oft kurzerhand abtransportiert.

In der Gemeinde Tučepi geht man seit 2024 sogar noch einen Schritt weiter. Wer dort erwischt wird, wie er den öffentlichen Raum für sich allein beansprucht, muss mit einem Bußgeld von 130 Euro rechnen. Die beschlagnahmten Gegenstände landen dabei oftmals direkt auf dem Mülllaster.
Prävention statt Strand-Chaos
In Supetar liegt der Fokus aktuell noch auf der präventiven Wirkung. Dennoch unterstrich die Stadtverwaltung nach den ersten Kontrollen Ende Juli, dass diese Aktionen keine einmalige Angelegenheit sind. Die Überwachung der Küstenabschnitte wird fortgesetzt, um die Fairness für alle Urlauber zu gewährleisten.
Das Fazit für Reisende ist eindeutig: Wer am Strand einen Platz haben möchte, muss physisch anwesend sein. Das Handtuch als Platzhalter aus der Ferne hat in den kroatischen Badeorten ausgedient.
Häufige Fragen
Was passiert mit beschlagnahmten Strandgegenständen?
Die eingezogenen Gegenstände landen oft direkt auf dem Mülllaster.
Wo in Kroatien wird gegen Strand-Reservierungen vorgegangen?
Neben Supetar auf Brač finden solche Aktionen auch in Makarska, Sveti Filip i Jakov sowie Tučepi statt.
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