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Mietwagen-Falle: Wenn das kostenlose Upgrade zum teuren Albtraum wird

Ein Mietwagen-Schalter an einem Flughafen, an dem ein Kunde mit einem Mitarbeiter spricht. Aktuelle News

Urlauber sollten bei der Fahrzeugübergabe besonders auf das Kleingedruckte achten.

Ein belgischer Urlauber wollte in Málaga lediglich einen Kleinwagen für 350 Euro mieten. Was als günstiges Reise-Schnäppchen begann, entwickelte sich nach der Rückkehr aus Südspanien zu einem finanziellen Ärgernis: Auf seiner Kreditkartenabrechnung tauchten unerwartete Zusatzkosten in Höhe von 700 Euro auf.

Vom Clio zum BMW: Das teure „Upgrade“

Jan Oosterbosch hatte sein Fahrzeug ursprünglich über ein Vergleichsportal gebucht. Am Schalter von Hertz in Málaga kam es jedoch anders als geplant. Nach langer Wartezeit legte man ihm Dokumente zur Unterschrift vor. Die Kommunikation vor Ort fand in einer Mischung aus Spanisch und schwer verständlichem Englisch statt.

Oosterbosch gab später an, er habe lediglich verstanden, dass er anstelle des gebuchten Renault Clio einen BMW erhalte. Dass dieser Tausch mit massiven Mehrkosten verbunden war, wurde ihm erst bei der Abrechnung bewusst. Die Gesamtsumme setzte sich aus einem Upgrade (145 Euro), einer „Supercover“-Versicherung (325 Euro), Kraftstoffkosten (115 Euro) sowie weiteren Gebühren zusammen.

Verbraucherschutz: „Keine irreführenden Verkaufspraktiken“

Der belgische Verbraucherschutzminister Rob Beenders stellt klar: Zusatzversicherungen dürfen zwar am Schalter angeboten, aber keinesfalls auf irreführende oder zwingende Weise verkauft werden. Innerhalb der EU haben Reisende Anspruch auf faire Verträge und transparente Informationen.

Mietwagen-Falle: Wenn das kostenlose Upgrade zum teuren Albtraum wird

Hertz erklärte gegenüber der belgischen Zeitung Het Belang van Limburg, dass man keine Hinweise auf eine formelle Beschwerde des Kunden in den Systemen finden konnte.

So vermeiden Sie Probleme bei der Anmietung

Um böse Überraschungen bei der Urlaubsmiete zu vermeiden, raten Experten der Verbraucherzentrale zu einer sorgfältigen Vorbereitung:

  • Frühzeitig buchen: Idealerweise sichern Sie sich das Fahrzeug bereits von Deutschland aus.
  • Nicht unter Zeitdruck unterschreiben: Unterschreiben Sie niemals Dokumente, deren Inhalt Sie nicht vollständig verstanden haben.
  • Versicherungsschutz prüfen: Achten Sie auf eine Vollkasko mit geringer oder gar keiner Selbstbeteiligung. Prüfen Sie, ob Reifen, Felgen, Unterboden und Dach abgedeckt sind.
  • Übergabe dokumentieren: Halten Sie den Zustand des Fahrzeugs und den Tankstand vor der Fahrt mit Fotos fest und lassen Sie sich Schäden schriftlich im Übergabeprotokoll bestätigen.

Die verpflichtende Kfz-Haftpflicht ist zwar stets im Mietpreis enthalten, doch gerade im Ausland können die Deckungssummen oft sehr niedrig ausfallen. Wer sich vorab informiert und vor Ort hartnäckig bleibt, erspart sich nach dem Urlaub den Stress mit der Kreditkartenabrechnung.

Häufige Fragen

Sind Zusatzversicherungen am Mietwagenschalter erlaubt?

Zusatzversicherungen dürfen angeboten werden, jedoch keinesfalls auf irreführende oder zwingende Weise.

Was sollte man bei der Mietwagenübergabe tun?

Man sollte den Zustand des Fahrzeugs sowie den Tankstand per Foto festhalten und Schäden im Übergabeprotokoll schriftlich bestätigen lassen.

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