US-Marine unter Druck: Trumps Forderung nach radikalem Umbau der Flugzeugträger
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Auf dem Flugzeugträger USS George Washington steigt Dampf aus der Katapultanlage auf.
Ein historisches Design für moderne Schiffe
Die US-Marine prüft derzeit tiefgreifende Änderungen an ihren modernsten Flugzeugträgern. Wie die „Washington Post“ berichtet, drängt US-Präsident Donald Trump darauf, das Design künftiger Schiffe stärker an die Ästhetik von Trägern aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs anzupassen.
Sieben aktuelle und ehemalige Regierungsvertreter bestätigten, dass die Marine untersucht, ob die Kommandobrücke – in der Fachsprache als „Insel“ bezeichnet – weiter nach vorne in Richtung Schiffsmitte verlegt werden kann. Bei der aktuellen Ford-Klasse ist diese weiter hinten positioniert.
Dampf steigt auf dem Flugzeugträger USS George Washington aus der Katapultanlage auf.
Enorme Kosten und technische Bedenken
Bereits während Trumps erster Amtszeit ergab eine Studie, dass ein solcher Umbau Milliarden US-Dollar verschlingen und den gesamten Bauplan massiv verzögern würde. „Die Kosten und der Zeitaufwand wären schlicht enorm“, so ein ehemaliger hochrangiger Beamter gegenüber der Zeitung.
Der Marineanalyst und frühere Offizier Bryan Clark bezeichnet das Vorhaben als „großen Neuentwurf“. Die aktuelle Positionierung der Insel sei eine bewusste Entscheidung gewesen: Sie schaffe mehr Platz für den Flugbetrieb nahe der Katapulte und reduziere gefährliche Luftverwirbelungen bei Landungen.

Der Konflikt um Katapulte und Kosten
Die Forderung zur Verschiebung der Brücke ist nicht der einzige Eingriff des Präsidenten. Erst vor wenigen Tagen wies Trump die Navy an, die Rückkehr zu dampfbetriebenen Katapulten zu planen. Die modernen elektromagnetischen Systeme, die aktuell verbaut werden, gelten zwar als wirksam, hatten den Bau der ersten Schiffe jedoch jahrelang gebremst.
Die finanzielle Belastung ist ohnehin hoch. Mit Kosten von rund 22 Milliarden US-Dollar pro Einheit sind die Schiffe der Ford-Klasse ein massiver Haushaltsposten:
- USS Gerald R. Ford: Namensgeber, nach 17 Jahren Bauzeit fertiggestellt.
- USS John F. Kennedy: Derzeit in der Erprobungsphase.
- USS Enterprise & USS Doris Miller: Befinden sich derzeit im Bau.
Zusätzlich zur finanziellen Belastung kämpft die Flotte mit technischen Problemen wie defekten Abwassersystemen und Wartungsstau. Trotz dieser Herausforderungen plant das Weiße Haus zudem eine „Goldene Flotte“ aus 15 neuen Schlachtschiffen, deren Kosten über 30 Jahre auf geschätzt 275 Milliarden US-Dollar taxiert werden.

