Vom Deko-Grün zum Superfood: Warum Kresse in jedes Beet gehört
Aktuelle News
Kresse wächst schnell und ist eine nährstoffreiche Ergänzung für den Gemüsegarten.
Wenn sich im Hochsommer Kopfsalat und Rucola auf dem Teller abwechseln, schwindet oft die kulinarische Begeisterung. Abhilfe schafft eine fast vergessene Kulturpflanze, die heute zu Unrecht ein Schattendasein führt: Kresse. Sie ist würzig, pflegeleicht und punktet mit einer beachtlichen Nährstoffdichte.
Während im August viele Hobbygärtner primär an Feldsalat oder Spinat denken, bietet die Kresse eine unkomplizierte Alternative. Sie ist weit mehr als nur das kleine grüne Garnitur-Element auf dem Butterbrot.
Gartenkresse wächst in einem Beet.
Ein Comeback im Beet
Die Kresse gehört zur Familie der Kreuzblütler – eine Verwandtschaft, die sie mit Kohl, Rettich und Rucola teilt. Ihr Geschmack ist charakteristisch: frisch, würzig und leicht pfeffrig. Das macht sie zur idealen Komponente für Salate, Suppen oder als geschmackliches Highlight auf herzhaften Gerichten.
Für den Anbau sind vor allem zwei Varianten relevant:
- Brunnenkresse: Bevorzugt sehr feuchte Standorte, gedeiht sogar in flachem Wasser.
- Gartenkresse: Die unkomplizierte Variante für das klassische Beet. Sie kommt mit Sonne und Halbschatten zurecht und liefert innerhalb weniger Wochen Ernteergebnisse.
Nährstoffbombe mit wenig Kalorien
Trotz ihrer Zartheit ist Kresse ein echtes Kraftpaket. Sie liefert signifikante Mengen an Vitamin C, K und A sowie Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium und Magnesium. Zudem stecken in ihr antioxidative Pflanzenstoffe, die dem Körper helfen können, oxidativen Stress zu bekämpfen.
Aufgrund ihrer geringen Kaloriendichte ist sie ideal geeignet, um einfache Gerichte geschmacklich und ernährungsphysiologisch aufzuwerten.

Die Aussaat: Tipps für den Erfolg im August
Eine späte Aussaat im August ist problemlos möglich, um noch im Herbst zu ernten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Bodenmanagement. Während die Brunnenkresse Feuchtigkeit liebt, begnügt sich die Gartenkresse mit einem lockeren, humusreichen Untergrund.
Wichtige Regeln für das Beet:
- Vermeiden Sie das Austrocknen des Bodens durch regelmäßiges Gießen. Trockenheit führt dazu, dass die Pflanze vorzeitig in die Blüte schießt und die Blattqualität leidet.
- Säen Sie die Samen flach in Reihen aus und vereinzeln Sie die Keimlinge bei Bedarf.
- Ernten Sie die Blätter nach Bedarf, statt die ganze Pflanze zu entfernen. So treibt die Kresse kontinuierlich nach.
Kulinarische Vielseitigkeit
Kresse glänzt vor allem in der rohen Verwendung – in Kombination mit Eiern, Kartoffeln oder in einem Quark sorgt ihre Schärfe für Kontraste. Je frischer die Ernte, desto intensiver das Aroma.
Auch beim Kochen findet sie Verwendung. In Cremesuppen, Pestos oder Saucen setzt sie aromatische Akzente. Wichtig dabei: Um die feinen Inhaltsstoffe und das Aroma zu schonen, sollte die Kresse erst kurz vor dem Servieren zu warmen Speisen gegeben werden.

