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Warum der beliebte Essig-Trick Ihrer Waschmaschine langfristig schaden könnte

Eine Hand bedient das digitale Display einer weißen Samsung-Waschmaschine. Aktuelle News

Viele Haushalte nutzen Hausmittel zur Reinigung der Waschmaschine, doch Vorsicht ist geboten.

Eine Waschmaschine wirkt nach jedem Durchgang sauber. Doch unter der Oberfläche sammeln sich Waschmittelreste, Hautfette und Schmutz an. Besonders bei häufigen Niedrigtemperatur-Waschgängen bildet sich in der Trommel, an der Türmanschette und im Flusensieb ein hartnäckiger Biofilm.

Eine Hand bedient das digitale Display einer weißen Samsung-Waschmaschine mit Drehknopf und Aufkleber „10 WARRANTY“.
Eine Hand bedient das digitale Display einer weißen Waschmaschine.

Das Essig-Dilemma: Warum Hersteller abraten

Weißer Essig wird oft als günstiger Alleskönner angepriesen – sei es als Entkalker oder Weichspüler-Ersatz. Doch Gerätehersteller sehen diesen Lifehack kritisch. Die enthaltene Essigsäure ist aggressiv und kann auf Dauer Gummidichtungen und Schläuche im Inneren der Maschine angreifen.

Das Umweltbundesamt stützt diese Skepsis. Von der Verwendung von Hausmitteln im laufenden Waschgang wird abgeraten. Stattdessen sollten Verbraucher auf die korrekte Dosierung moderner Waschmittel setzen. Essig als Weichspüler-Alternative ist zudem oft ineffektiv: Die Härte der Wäsche liegt häufig nicht nur an Kalk, sondern an aufgerauten Baumwollfasern, auf die der Essig keinen Einfluss hat.

Eine Hand gießt eine Flüssigkeit aus einer Flasche mit der Aufschrift „Essig“ in die Trommel einer Waschmaschine.
Eine Hand gießt eine Flüssigkeit aus einer Flasche in die Trommel einer Waschmaschine.

So pflegen Sie Ihre Waschmaschine richtig

Anstatt auf experimentelle Hausmittel zu setzen, empfiehlt es sich, die Funktionen des Geräts zu nutzen:

  • Trommelreinigung: Viele moderne Geräte verfügen über ein spezielles Reinigungsprogramm. Dieses sollte alle ein bis zwei Monate bei leerer Trommel durchlaufen – insbesondere dann, wenn Sie häufig bei niedrigen Temperaturen waschen.
  • Heißwäsche: Ein Waschgang bei 90 bis 95 Grad mit einem geeigneten Maschinenreiniger hält das Innere des Geräts hygienisch sauber.
  • Alternative Natron: Wenn leichte Gerüche stören, kann Natron helfen, diese zu neutralisieren. Es löst zwar keine starken Kalkablagerungen, ist aber ein schonenderer Zusatz als Essig.
  • Einspülfach säubern: Das Waschmittelfach lässt sich für die Reinigung entnehmen. Erst dann ist eine Behandlung mit einer Wasser-Essig-Mischung unbedenklich, sofern Sie es anschließend gründlich abspülen.

Auch Kombinationen aus Hausmitteln wie Backpulver, Zitrone und Essig werden oft diskutiert. Während diese punktuell bei Verschmutzungen helfen können, ist bei der Reinigung der empfindlichen Innereien der Waschmaschine jedoch stets Zurückhaltung geboten.