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Wespenplage am Abend: Ab wann Sie beim Grillen endlich Ihre Ruhe haben

Eine Wespe auf einer Oberfläche bei einsetzender Dämmerung Aktuelle News

Wespen orientieren sich stark an Licht und Temperatur, um ihre Aktivität zu steuern.

Sie sitzen gemütlich beim Abendessen auf der Terrasse, doch die ungebetenen Gäste fliegen mit: Wespen sind im Sommer ein ständiger Begleiter beim Grillen oder Kaffeetrinken. Die gute Nachricht für alle, die ihren Abend entspannt genießen wollen: Mit Einbruch der Dunkelheit sinkt das Risiko für Wespenbesuche drastisch.

Warum Wespen bei Dunkelheit verschwinden

Die in Deutschland am häufigsten vorkommenden Arten – insbesondere die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe – sind tagaktive Insekten. Ihre Priorität liegt bei Tageslicht auf der Nahrungssuche. Sie steuern gezielt alles an, was Protein oder Zucker enthält: Fleisch, Wurst, Obst, Limonade oder Kuchen.

Sobald die Dämmerung einsetzt, ändert sich das Verhalten der Tiere. Laut Experten des Pflanzen-Magazins Hortica ziehen sich die Wespen in ihr Nest zurück. Im Hochsommer ist dieser Prozess meist ab etwa 21:00 Uhr abgeschlossen. Allerdings gibt es keine starre Regelung: Ist der Tag besonders schwül und warm, bleiben die Tiere länger aktiv. Kühlt es jedoch rasch ab oder ist es windig, endet die Flugphase früher.

Verlassen Sie sich auf die Natur, nicht auf die Uhr

Die exakte Uhrzeit ist weniger aussagekräftig als die äußeren Bedingungen. Da Wespen stark licht- und temperaturabhängig sind, ist der Übergang von hell zu dunkel das entscheidende Signal für die Insekten. Sobald die Dämmerung spürbar voranschreitet, nimmt der Suchdruck nach Nahrung rapide ab.

Wespenplage am Abend: Ab wann Sie beim Grillen endlich Ihre Ruhe haben

Was passiert nachts im Nest?

Auch wenn die Tiere ihre Nahrungssuche einstellen, sind sie nicht einfach „weg“. Sie verschwinden im Nest, folgen dort jedoch einem eigenen Rhythmus aus Ruhe- und Aktivitätsphasen. Für Menschen bedeutet das: Nach Sonnenuntergang ist die Belästigung durch anfliegende, futtersuchende Tiere in der Regel vorbei.

Wann trotzdem Vorsicht geboten ist

Ein restloses Entwarnungssignal für Stiche gibt es nicht. Auch am späten Abend kann eine Wespe zustechen, wenn sie sich in Kleidung verfängt oder unter eine Decke gerät und sich bedrängt fühlt. Der Unterschied zum Tag: Die gezielte „Jagd“ der Tiere auf Ihre Speisen findet nachts schlicht nicht mehr statt.

Der Sonderfall: Hornissen

Eine Ausnahme bilden Hornissen. Der Bund Naturschutz weist darauf hin, dass diese zur Familie der Faltenwespen gehörenden Tiere auch in der Dämmerung und sogar bei Nacht fliegen. Da sie von künstlichem Licht angezogen werden, können helle Fenster oder Terrassenbeleuchtungen Hornissen anlocken. Wichtig ist jedoch: Hornissen gelten als vergleichsweise friedlich und gehen Menschen nur bei direkter Bedrohung an.