Wetterwende in Italien: Auf extreme Hitze folgen schwere Unwetter
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Italien erlebt zum Ferragosto-Wochenende den Höhepunkt einer Hitzewelle, bevor ein Umschwung droht.
Das Ende der Hitzewelle
Die sengende Hitze, die Italien seit Wochen unter einer stagnierenden Luftmasse aus der Sahara gefangen hält, steht vor ihrem Ende. Ab Sonntag beginnt ein Tiefdruckgebiet über Nordeuropa, die schützende Kuppel des Hochdruckgebiets aufzubrechen.
Der eigentliche Umschwung setzt am Montag, den 17. August, ein. Ein Jetstream sorgt für eine Ausbuchtung in der Atmosphäre, die eine Kaltfront direkt über Italien drückt. Die meteorologischen Prognosen warnen bereits vor organisierten und gewaltsamen Gewittern, die schon in den Morgenstunden beginnen können.
Gefahrenpotenzial im Norden
Besonders die Regionen in der Po-Ebene müssen sich auf extreme Wetterereignisse einstellen. Vorhergesagt sind massive Regenfälle, Hagel mit großen Körnern und gefährliche Downbursts (absteigende Starkwindböen).
Alpin-Wanderungen werden für diesen Zeitraum ausdrücklich nicht empfohlen. Das Unwetter wird im Tagesverlauf von Nordosten in Richtung Toskana, Umbrien und Latium ziehen. Währenddessen muss sich Sardinien auf starke Winde einstellen, und im Süden könnte es durch den präfrontalen Sog kurzzeitig noch zu einem Anstieg der Temperaturen kommen.

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Ferragosto: Hitze-Ausnahmen
Zum Feiertag Ferragosto bleibt die Hitze in den meisten Städten noch spürbar. Laut dem italienischen Gesundheitsministerium sind jedoch nur Bari und Bozen mit der „roten Marke“ (höchste Alarmstufe) gekennzeichnet. In den meisten anderen Städten gilt Gelb, während Neapel, Pescara, Triest und Venedig mit Grün (Level Null) bewertet wurden.
Chronik des Wetterumschwungs
- Samstag, 15. August: Wolkenbildung über den zentralen Alpen und Südtirol. Leichte Schauer möglich. Im Süden und auf Sizilien weitgehend trocken, abgesehen von vereinzelten Wolken in Kampanien, Apulien, der Basilikata und Kalabrien.
- Sonntag, 16. August: Zunehmende Bewölkung im gesamten Zentrum und Norden. Ab dem Vormittag erste Regenschauer.
- Montag, 17. August: Einbruch der Kaltfront. Bewölkter Himmel und teils schwere Gewitter in der Lombardei, im Triveneto, Ligurien, der Toskana, Umbrien und im nördlichen Latium.
- Dienstag/Mittwoch: Das Tief verlagert sich auf das Zentrum und den Süden mit teils ergiebigen Niederschlägen, bevor sich die Wetterlage am Mittwoch leicht beruhigt.
Die aktuellen Temperaturen bleiben in den betroffenen Gebieten mit Spitzenwerten von 36 bis 39 Grad zunächst extrem hoch. Die Winde bleiben weitgehend schwach, die See ist meist leicht bewegt.
