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Zehn Monate Martyrium: 79-Jährige kämpft verzweifelt gegen hartnäckigen Bettwanzenbefall

Rigmor Mörtsell in ihrer Wohnung in Storuman Ratgeber & Tipps

Rigmor Mörtsell ist seit zehn Monaten von einer massiven Bettwanzenplage in ihrer Wohnung betroffen.

Rigmor Mörtsell, 79, führt seit Oktober 2025 einen zermürbenden Kampf in den eigenen vier Wänden. Was zunächst als harmlose Hautreizung begann, entpuppte sich als massive Bettwanzeninvasion in ihrem Bett. Zehn Monate später sind die Parasiten trotz vier professioneller Sanierungsversuche noch immer präsent.

„Ich muss Beruhigungsmittel nehmen, weil mich das Ganze so sehr belastet“, sagt sie. Der psychische Druck ist immens, da die Wohnung, in die sie nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2023 zog, für sie zur Falle geworden ist.

Vergebliche Sanierungsversuche

Die 79-Jährige hat alles versucht, um Herr der Lage zu werden. Sie hat ihre Wäsche akribisch gewaschen, die Bettfüße mit Klebeband gesichert und sogar versucht, die Wände mit Klebestreifen zu isolieren, um die Insekten fernzuhalten. Doch die Bettwanzen kehrten immer wieder zurück.

Rigmor Mörtsell in ihrer Wohnung
Rigmor Mörtsell in ihrer Wohnung in Storuman.

„Die Sanierungsfirma war schon viermal hier. Jetzt steht der fünfte Versuch an, bei dem ein Zelt um mein Bett errichtet werden soll, um es thermisch zu behandeln“, erklärt Mörtsell. Sie vermutet, dass die Schädlinge durch einen früheren Nachbarn in das Gebäude gelangt sind.

Ein Leben als „Mumie“

Die Nächte sind für die Rentnerin zur Qual geworden. Sie berichtet, wie sie sich teilweise wie eine „Mumie“ eingewickelt hat, um sich vor den Stichen zu schützen – jedoch ohne Erfolg. „Ich schlafe schlecht, wache nachts ständig auf und finde regelmäßig Wanzen in meiner Matratze“, berichtet sie.

Zehn Monate Martyrium: 79-Jährige kämpft verzweifelt gegen hartnäckigen Bettwanzenbefall

Spuren von Bettwanzenbissen
Die Spuren der Bettwanzenbisse sind auf der Haut erkennbar.

Inzwischen hat sie die Wohnung vorübergehend verlassen und ist bei ihrer Tochter untergekommen. Rigmor Mörtsell fordert nun von ihrem Vermieter, dem Unternehmen Sveahem, eine dauerhafte Lösung – idealerweise eine neue Bleibe. „Ich möchte hier einfach nicht mehr schlafen“, sagt sie.

Position des Vermieters

Anders Hörnqvist, Geschäftsführer von Sveahem, drückt sein Bedauern über die Situation aus. „Es ist für die Mieter natürlich sehr belastend, und wir alle wollen, dass diese Plage ein Ende findet“, so Hörnqvist.

Eine tote Bettwanze am Boden
Eine tote Bettwanze auf dem Boden in der Wohnung.

Als Entschädigung wurde den Betroffenen eine Mietminderung von 50 Prozent gewährt. Auf die Forderung nach einer Ersatzwohnung reagierte der Vermieter jedoch verhalten: Man habe aktuell keine Kapazitäten, sei aber grundsätzlich zu weiteren Gesprächen mit der Mieterin bereit.

Wissenswertes über Bettwanzen

  • Schwer zu entdecken: Die kleinen, nachtaktiven Insekten verstecken sich in Ritzen und Möbeln. Blutflecken auf der Bettwäsche sind oft erste Anzeichen.
  • Keine Krankheitsüberträger: Bettwanzen übertragen in der Regel keine Krankheiten, verursachen jedoch Juckreiz und können psychischen Stress auslösen.
  • Hartnäckigkeit: Die Bekämpfung ist aufwendig und erfordert oft mehrere professionelle Einsätze über einen längeren Zeitraum.
  • Vorgehen: Betroffene sollten den Vermieter sofort informieren. Eigenmächtiges Verschieben von Möbeln kann zur weiteren Verbreitung der Schädlinge führen.
  • Verantwortung: Die Bekämpfung von Ungeheuer in Mietobjekten obliegt in der Regel dem Vermieter, der auch die Kosten für professionelle Sanierungsfirmen trägt.