Diplomatischer Eklat: Russland droht Türkei und USA wegen massiver Waffenlieferungen an die Ukraine
Aktuelle News
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht vor neuen diplomatischen Herausforderungen.
Drohungen aus Moskau: Massive Verstimmung wegen Raketentransfer
Russland hat Washington und Ankara scharf vor einer geplanten Waffenlieferung an die Ukraine gewarnt. Im Zentrum des Konflikts stehen 70 weitreichende ATACMS-Raketen aus US-Produktion, die die Türkei an Kiew weiterleiten will. Laut der russischen Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat Moskau bereits Vertreter beider Länder kontaktiert.
„Die Lieferung solcher Waffen wird unseren bilateralen Beziehungen zu Washington und Ankara großen Schaden zufügen“, erklärte Sacharowa. Russland fordert von beiden Staaten eine formelle Klarstellung zu dem geplanten Transfer.
Das Rüstungspaket im Detail
Dass die Türkei ältere Bestände zugunsten einer Modernisierung ihres eigenen Arsenals abgibt, wurde durch Unterlagen des US-Kongresses öffentlich. Das geplante Paket für die Ukraine umfasst neben den 70 ATACMS-Raketen weitere kritische militärische Güter:
- 12 Mehrfachraketenwerfer
- Über 2.000 Einheiten Streumunition
- 47.000 Artilleriegranaten
Sacharowa warnte, dass diese Waffen „vielfachen Schaden“ anrichten könnten. Sie betonte zudem, dass die Türkei mit diesem Schritt ihre bisherige Zusicherung bricht, keine „tödlichen Waffen“ an die Ukraine zu liefern.
Verlust der Vermittlerrolle
Moskau wirft den USA und der Türkei vor, ihre Glaubwürdigkeit als Vermittler im Ukraine-Konflikt zu zerstören. „Versuche, mit Friedensrhetorik aufzutreten und gleichzeitig Waffen an die Ukraine zu liefern, zerstören zwangsläufig das gegenseitige Vertrauen“, so Sacharowa.
Die Türkei balanciert seit Kriegsbeginn auf einem schmalen Grat. Einerseits pflegt das Nato-Mitglied wirtschaftliche Beziehungen zu Russland, auf das es für Öl- und Gasimporte angewiesen ist. Andererseits unterstützt Ankara die Ukraine militärisch. In der Vergangenheit fungierte die Türkei als Vermittler, etwa beim Schwarzmeer-Getreideabkommen oder bei trilateralen Gesprächen.
Veränderte US-Politik
Die aktuelle Lage wird durch die neue Ausrichtung der US-Regierung unter Donald Trump verschärft. Seit seinem Amtsantritt hat Washington die direkte Militärhilfe für die Ukraine spürbar reduziert. Während Trump zu Beginn seiner zweiten Amtszeit ein schnelles Kriegsende versprach, zeichnet sich nun eine Phase ab, in der Verbündete wie die Türkei bei der Aufrüstung Kiews stärker in den Fokus rücken.
