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FP-9: Ukraine entwickelt neue ballistische Rakete mit Moskau in Reichweite

Die ukrainische Marschflugrakete FP-5 Flamingo Aktuelle News

Die ukrainische Marschflugrakete FP-5 Flamingo

Präzision aus Kiew: Die neue FP-9

Die Ukraine forciert die Entwicklung einer eigenen ballistischen Rakete. Das Projekt mit dem Namen FP-9 soll laut dem Unternehmen Fire Point eine Reichweite von mehr als 850 Kilometern erzielen und mit einem 800 Kilogramm schweren Sprengkopf bestückt werden.

Iryna Terech, Chefin von Fire Point, erklärte gegenüber dem Magazin „Politico“, dass das System bereits im Herbst dieses Jahres einsatzbereit sein könnte. Da Moskau etwa 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, würde die neue Rakete die russische Hauptstadt in Reichweite rücken.

Strategische Bedrohung für russische Anlagen

Ballistische Flugkörper wie die FP-9 gelten aufgrund ihrer Flugbahn und Geschwindigkeit als schwer abfangbar. Laut Unternehmensangaben ist das System primär dafür konzipiert, russische Abschussanlagen direkt zu neutralisieren.

Der ukrainische Militärgeheimdienst stuft das Projekt als signifikante Bedrohung für Russland ein. Laut Generalmajor Wadym Skibizkyj versuche Moskau bereits aktiv, die Massenproduktion dieser Waffensysteme zu unterbinden. „Niemand außer unseren Partnern will, dass die Ukraine eigene ballistische Raketen bekommt“, so Terech zur aktuellen geopolitischen Lage.

FP-7 und das europäische Abwehrsystem „Freyja“

Neben der FP-9 arbeitet das Unternehmen an der FP-7. Diese hat eine Reichweite von 200 Kilometern und einen 150-Kilogramm-Sprengkopf. Aktuell befindet sich das System in der Zertifizierungsphase, in der die Wirksamkeit durch spezielle Kampftests nachgewiesen werden soll.

FP-9: Ukraine entwickelt neue ballistische Rakete mit Moskau in Reichweite

Die FP-7 ist ein zentraler Bestandteil des Projekts „Freyja“, das als erstes europäisches Gemeinschaftssystem zur Abwehr ballistischer Raketen gilt. Hierbei liefert Fire Point die Raketen und Startplattformen, während westliche Partner Bauteile und Radartechnik beisteuern.

Das Abwehrsystem soll in zwei Varianten operieren:

  • Variante 1: Ähnlich dem Patriot-System PAC-2, mit Zerstörung durch Explosion in Zielnähe.
  • Variante 2: Ein direkter Treffermechanismus, vergleichbar mit PAC-3.

Drohnen als aktuelle Distanzwaffe

Bisher stützt sich Kiew bei Angriffen tief im russischen Hinterland vor allem auf Drohnentechnologie. Die FP-1 erreicht laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 2600 Kilometern und eine Flugdauer von sieben Stunden. Auch die FP-5 Flamingo, ein Marschflugkörper mit einer Tonne Sprengkraft und 3000 Kilometern Reichweite, wurde bereits entwickelt, kam jedoch bislang nur sporadisch zum Einsatz.

„In diesem Jahr haben wir Russland mit doppelt so vielen Drohnen angegriffen, wie es uns angegriffen hat“, bilanzierte Terech die aktuelle Schlagkraft ukrainischer Fernwaffen.