Massive Drohnen-Schlagabtausch zwischen Russland und Ukraine
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Ein Logistikzentrum des Onlinehändlers Wildberries nach einem Drohnentreffer.
Beispiellose Drohnenwelle über Russland
In der Nacht zum Sonntag erlebte Moskau einen der bisher massivsten ukrainischen Drohnenangriffe. Russischen Behörden zufolge wurden rund 600 Drohnen in Richtung der Hauptstadt registriert. Allein im Moskauer Gebiet sollen über 200 davon abgefangen worden sein.
Die Angriffswelle begann am Samstagabend und dauerte bis in die frühen Morgenstunden an. Bürgermeister Sergej Sobjanin bestätigte drei Verletzte im Stadtgebiet. In der gesamten Russischen Föderation waren laut offiziellen Angaben insgesamt rund 822 Drohnen über 16 Regionen, der annektierten Krim sowie dem Asowschen und Schwarzen Meer im Einsatz.
Ein Logistikzentrum des Onlinehändlers Wildberries nach einem Drohnentreffer.
Sieben Todesopfer in Russland gemeldet
Die Bilanz der russischen Seite ist gravierend: Insgesamt wurden sieben Tote verzeichnet. In der Region Rostow kamen fünf Menschen ums Leben, in Belgorod starb eine Frau, nachdem eine Drohne einen zivilen Bus getroffen haben soll. Im Moskauer Gebiet verstarb zudem ein 83-jähriger Mann infolge eines Angriffs.
Erneut gerieten Logistikzentren des Onlinehändlers Wildberries in den Fokus. Kiew stuft diese Einrichtungen als legitime Ziele ein, da sie nach ukrainischer Darstellung der Versorgung der russischen Streitkräfte dienen. Das ukrainische Verteidigungsministerium gibt an, sieben der zehn größten Zentren des Unternehmens mittlerweile außer Betrieb gesetzt zu haben. Aufgrund der Angriffe kam es zudem zeitweise zu Einschränkungen an mehreren russischen Flughäfen.

Gegenschläge treffen die Ukraine
Zeitgleich führte Russland massive Angriffe auf ukrainische Ziele durch. In Kiew wurde in der Nacht mehrfach Luftalarm ausgelöst. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete von mindestens sechs Verletzten, darunter ein Kind, sowie diversen Bränden im Stadtgebiet.
Auch andere Regionen blieben nicht verschont. In Krywyj Rih, der Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj, kamen zwei Menschen ums Leben. Weitere Todesopfer wurden aus den Regionen Saporischschja, Sumy und Donezk gemeldet. Die ukrainische Luftwaffe erklärte, dass Russland bei dieser Welle 106 Drohnen und mehrere Raketen eingesetzt habe.

