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Öko-Test untersucht Apfelessig: Fast alle Marken im Check überzeugen

Öko-Test untersucht Apfelessig: Fast alle Marken im Check überzeugen Aktuelle News

Öko-Test untersucht Apfelessig: Fast alle Marken im Check überzeugen

Öko-Test: Überwiegend positive Ergebnisse

Apfelessig gilt als gesundheitsbewusstes Hausmittel. Ob Verdauungsunterstützung oder Blutzuckerregulierung – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. „Öko-Test“ hat nun 23 naturtrübe Apfelessige untersucht, um zu prüfen, ob die Produkte halten, was sie versprechen, und ob sie frei von Schadstoffen sind.

Das Ergebnis ist erfreulich: 22 von 23 getesteten Produkten schnitten mit „gut“ oder „sehr gut“ ab. Die Preisspanne bei den untersuchten Essigen (umgerechnet auf 750 ml) reicht von 1,19 bis 6,74 Euro, wobei ein höherer Preis nicht automatisch eine bessere Qualität garantiert.

Pestizidbelastung in zwei Produkten

Die Untersuchung im Labor umfasste unter anderem Rückstände von Pestiziden, Methanol, Ethanol und weitere Gärungsbegleitstoffe. Auch der Säuregehalt (vorgeschrieben sind fünf Prozent) wurde kontrolliert – hier gab es keinerlei Auffälligkeiten.

Allerdings fanden die Tester Spuren eines Abbauprodukts des Fungizids Captan in zwei Produkten:

  • Feldmann Apfelessig naturtrüb: Note „gut“.
  • K-Classic Naturtrüber Apfelessig: Note „befriedigend“.

Captan wird im Obstanbau eingesetzt und gilt als vermutlich krebserregend. Laut Öko-Test geht von den nachgewiesenen Mengen zwar keine akute Gefahr aus, doch der Stoff bleibt aufgrund seiner Einstufung problematisch. Beim Produkt von „K-Classic“ wurde zudem eine Mehrfachbelastung durch einen weiteren Pestizidrückstand kritisch bewertet, da mögliche Wechselwirkungen bislang kaum erforscht sind.

Günstig kann „sehr gut“ sein

Verbraucher müssen für eine hohe Qualität nicht tief in die Tasche greifen. Zwei der preiswertesten Essige im Test erzielten die Bestnote „sehr gut“:

  • Dennree Bio-Apfelessig naturtrüb: 1,59 Euro.
  • Naturgut Bio Apfel Essig naturtrüb (Naturland): 1,75 Euro.

Kritik an Verpackung und Verschluss

Nicht nur der Inhalt, auch die Verpackung stand auf dem Prüfstand. Öko-Test kritisiert den Einsatz von PET-Flaschen mit geringem oder fehlendem Recycling-Anteil. Zudem setzen die meisten Hersteller bei Glas auf Einweg statt auf umweltfreundlichere Mehrwegsysteme.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Verschlüsse: In den Dichtungen von sieben Produkten wurden PVC/PVDC oder chlorierte Verbindungen nachgewiesen. Bei deren Verbrennung können gesundheitsschädliche Dioxine entstehen.