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VW-Krise spitzt sich zu: Oliver Blume warnt vor kritischer Lage

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, bei einem öffentlichen Auftritt. Aktuelle News

VW-Konzernchef Oliver Blume steht unter Druck, das Unternehmen zukunftsfähig zu machen.

Konzernführung warnt vor „kritischer Lage“

Volkswagen befindet sich in einer Phase der existenziellen Neuorientierung. Konzernchef Oliver Blume hat die Belegschaft im Vorfeld einer Reihe von Betriebsversammlungen deutlich vorgewarnt: Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sei „mehr als kritisch“.

Trotz bereits eingeleiteter Einsparungen betonte Blume, dass die Kostenstrukturen weiterhin zu hoch seien. Der Vorstand plant, den Konzern bis zum Jahr 2030 grundlegend neu aufzustellen. Dies soll mit einer deutlichen Verschärfung des bisherigen Sparkurses einhergehen.

Angst vor massivem Stellenabbau

Die Ankündigungen sorgen in der Belegschaft für erhebliche Unruhe. Zuletzt kursierten Berichte über bis zu 50.000 gefährdete Arbeitsplätze im Konzern.

Um auf die Sorgen der Mitarbeiter zu reagieren, hat die Führungsebene für den Zeitraum bis Ende August neun Betriebsversammlungen angesetzt. Dort muss sich der Vorstand den Fragen der Belegschaft stellen.

VW-Krise spitzt sich zu: Oliver Blume warnt vor kritischer Lage

Strukturwandel der Automobilindustrie

Hintergrund der Krise ist der fundamentale Umbruch der deutschen Automobilindustrie hin zu klimafreundlichen Antriebsarten. Viele Hersteller kämpfen derzeit mit sinkenden Gewinnen, wobei insbesondere das schwächelnde Geschäft in China den Druck erhöht.

Die Branche verzeichnete zuletzt einen historischen Rückgang bei der Beschäftigung. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes waren zum Ende des ersten Halbjahres 2026 noch 691.500 Menschen in der Branche tätig – der niedrigste Stand seit 2005.

Keine andere deutsche Industriebranche baut derzeit Arbeitsplätze so schnell ab wie der Automobilsektor.