WINFLY Spider: Neue ukrainische Drohnenabwehr fängt Ziele mit Netzen statt Sprengstoff
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Ukrainische Soldaten trainieren die Abwehr von FPV-Drohnen.
- Das System WINFLY Spider fängt feindliche Drohnen mit einem Netz statt durch Sprengstoff.
- Nach einem erfolgreichen Abfangeinsatz kann die Drohne zum Ausgangspunkt zurückkehren und ist wiederverwendbar.
- Die Kosten pro Abschuss liegen durch das günstige Netz deutlich unter denen herkömmlicher Raketen.
Der Spider nutzt den Netzwerfer Karakurt-K2, um ein drei bis fünf Meter großes Netz auf die feindliche Drohne zu schießen. Das System bleibt dabei unbeschädigt und kann nach einem erfolgreichen Einsatz erneut aufsteigen.
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Ein kosteneffizienter Paradigmenwechsel
Die ukrainische Luftverteidigung steht vor der Herausforderung, russische Drohnenangriffe nicht nur effektiv, sondern auch wirtschaftlich abzuwehren. Jede abgefangene Drohne ist ein Kostenfaktor. Das ukrainische Unternehmen WINFLY präsentiert nun mit dem „Spider“ eine Lösung, die das Konzept des Abfangjägers grundlegend verändert.
Statt Drohnen durch eine riskante Kollision zu zerstören, setzt der Spider auf ein Fangnetz. Das System bleibt dabei unbeschädigt und kann nach einem erfolgreichen Einsatz zum Ausgangspunkt zurückkehren, um erneut aufzusteigen.
Technische Daten des Abfangjägers
Der Spider basiert auf der bewährten Plattform „WINFLY 10 Hunter“. Laut dem Militärportal „Militarnyi“ erreicht das Fluggerät eine Flughöhe von bis zu 5.000 Metern und eine Geschwindigkeit von 160 km/h. Die Reichweite beträgt mehr als 18 Kilometer.
Das Herzstück der Abwehr ist der „Karakurt-K2“-Netzwerfer. Die 210 Gramm schwere Vorrichtung aus Aluminium ist für den Betrieb bei extremen Temperaturen von minus 20 bis plus 50 Grad Celsius ausgelegt. Das verschossene Netz entfaltet sich auf eine Größe von drei bis fünf Metern und deckt eine Reichweite von bis zu 15 Metern ab.
Wirtschaftlichkeit im Fokus
Die ökonomische Bilanz spricht für das System. Ein einzelnes Netz kostet etwa 1.100 ukrainische Hrywnja, umgerechnet rund 23 Euro. Da die Abfangdrohne selbst nach dem Einsatz wiederverwendbar ist, liegen die Kosten pro Abschuss deutlich unter denen herkömmlicher Raketen oder Kamikaze-Drohnen, die beim Aufprall zerstört werden.

Die Einsatzbereitschaft des Systems ist mit weniger als drei Minuten kurz gehalten. Der Spider kann Ziele in einer Entfernung von bis zu 500 Metern identifizieren und verfügt über eine maximale Flugzeit von 25 Minuten.
Vielseitiges Einsatzspektrum
Der WINFLY Spider ist darauf ausgelegt, ein breites Spektrum an Bedrohungen zu neutralisieren, darunter:
- Starrflügler
- Mavic-Drohnen
- FPV-Drohnen
- Glasfasergebundene Drohnen
Besonders der Einsatz gegen glasfasergesteuerte Drohnen ist relevant, da diese nicht durch klassische Störsignale (Jamming) neutralisiert werden können. WINFLY bietet den Spider sowohl für Tag- als auch für Nachteinsätze an und positioniert das System als wirtschaftlich überlegene Alternative zu Einweg-Abfangdrohnen.
Häufige Fragen
Was kostet ein Einsatz des WINFLY Spider?
Ein einzelnes Netz kostet etwa 1.100 ukrainische Hrywnja, was rund 23 Euro entspricht.
Welche Ziele kann der WINFLY Spider bekämpfen?
Das System neutralisiert unter anderem Starrflügler, Mavic-Drohnen, FPV-Drohnen sowie glasfasergesteuerte Drohnen.
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