Nvidia-Technik in russischer S-71M: KI-Modul in neuer Präzisionswaffe entdeckt
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Russische Militärexperten diskutieren die Leistungsfähigkeit der Su-57 im Kampfeinsatz.
Nvidia-Modul in russischer Drohne identifiziert
Der ukrainische Militärgeheimdienst (HUR) hat in einer geborgenen russischen S-71M „Monochrom“ ein technisches Bauteil aus den USA sichergestellt. Wie die Behörde über das Portal „War & Sanctions“ mitteilte, fungiert ein Jetson-Orin-Modul von Nvidia im Inneren des Flugkörpers als zentrale Komponente für die Zielsuche.
Das Modul findet üblicherweise Verwendung in der Robotik sowie in Systemen mit künstlicher Intelligenz. Experten des HUR werten den Einsatz dieser Technologie in der S-71M als Hinweis darauf, dass der Flugkörper über KI-gestützte Fähigkeiten zur autonomen Zielerfassung verfügt.
Technische Daten der S-71M
Die S-71M „Monochrom“ nimmt eine Zwischenrolle zwischen Marschflugkörper und Drohne ein. Nach Angaben des Militärportals „RedStar“ verfügt das System über folgende Spezifikationen:
- Sprengkopf: 250 Kilogramm.
- Geschwindigkeit: 500 bis 600 km/h.
- Reichweite: 350 bis 400 Kilometer.
Die Waffe wird primär von der russischen Su-57 gestartet. Nach dem Abwurf ist die S-71M in der Lage, das Zielgebiet eigenständig zu überfliegen und nach Zielen zu suchen.
Sanktionen und Lieferwege
Der Fund unterstreicht das anhaltende Problem der Umgehung von Exportkontrollen. Auch bei anderen russischen Waffensystemen, wie etwa der Drohne „Geran-5“, konnten ukrainische Ermittler regelmäßig westliche Elektronik nachweisen. Darunter befanden sich Bauteile von Unternehmen wie Texas Instruments, CTS Corporation, Monolithic Power Systems und dem deutschen Hersteller Infineon.

Besonders kritisch bewerten Experten die Herstellungsdaten einiger sichergestellter Chips. Bei Komponenten der CTS Corporation wurden Produktionsdaten aus dem Jahr 2025 sowie Februar 2024 dokumentiert – Zeitpunkte, die weit nach Beginn der umfassenden Sanktionen gegen Russland liegen.
Schmuggel über Drittstaaten
Recherchen, unter anderem durch den „Kyiv Independent“, bestätigen, dass westliche Halbleiter meist über komplexe Netzwerke von Zwischenhändlern ihren Weg nach Russland finden. Die elektronischen Bauteile werden dabei häufig über Drittstaaten exportiert, um die Sanktionen zu verschleiern.
Die ukrainische Regierung schätzt das Ausmaß der Lieferungen als massiv ein: Allein für das Jahr 2025 wird von rund 2,2 Millionen importierten elektronischen Komponenten ausgegangen, die in die russische Rüstungsproduktion eingeflossen sind.
