Der Sabalenka-Fluch: Warum Siege gegen die Weltranglistenerste teuer bezahlt werden
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Aryna Sabalenka sorgt auf der WTA-Tour aktuell für kuriose Ergebnisse bei ihren Gegnerinnen.
Ein ungeschriebenes Gesetz des Tennis
Im Tennis kursiert seit Langem eine ungeschriebene Regel: Nach einem kräftezehrenden Sieg gegen einen Top-Favoriten folgt häufig das bittere Aus im nächsten Match. Ob dies an der physischen Erschöpfung nach einem Adrenalinschub oder an einem psychologischen „Hangover“ liegt, ist wissenschaftlich nicht belegt.
Die aktuelle Weltranglistenerste Aryna Sabalenka ist derzeit das prominenteste Beispiel für diese These. Es wirkt fast so, als belege die Belarussin ihre Bezwingerinnen mit einem Fluch.
Vier Siege, vier Abstürze
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Wer gegen Sabalenka gewinnt, scheint unmittelbar darauf die Kontrolle über das eigene Spiel zu verlieren. Zuletzt traf es Ekaterina Alexandrova in Toronto: Nach ihrem Achtelfinalerfolg gegen Sabalenka verlor sie umgehend gegen die Ukrainerin Elina Svitolina.
Dieses Schicksal teilen drei weitere Spielerinnen:

- Naomi Osaka: Nach ihrem Achtelfinal-Sieg in Wimbledon unterlag sie in der nächsten Runde Karolina Muchova.
- Jessica Pegula: Sie besiegte die 28-Jährige im Berliner Halbfinale, scheiterte jedoch im darauffolgenden Finale am Titelgewinn.
- Diana Shnaider: Nach ihrem Viertelfinalerfolg in Paris gegen Sabalenka verlor sie überraschend im Halbfinale gegen Maja Chwalinska.
Warten auf den nächsten großen Coup
Die letzte Spielerin, die nach einem Sieg gegen Sabalenka erfolgreich blieb, war Sorana Cirstea beim WTA-1000-Event in Rom. Nach ihrem Erfolg in der zweiten Runde gegen die Weltranglistenerste kämpfte sich die Rumänin bis ins Halbfinale vor.
Für Sabalenka selbst ist die Situation ebenfalls unbefriedigend. Seit ihrem „Sunshine Double“ aus den Siegen in Indian Wells und Miami im März wartet sie auf einen weiteren Titel auf der WTA-Tour. Die Monate auf Sand und Rasen blieben für sie titellos.
Der „Sabalenka-Fluch“ scheint also ein zweischneidiges Schwert zu sein: Sabalenka findet aktuell nicht zurück in die Erfolgsspur, doch auch ihre Konkurrentinnen finden nach dem großen Triumph gegen sie keinen Rhythmus mehr.
