Sizilien-Hitzewelle: Straßenhunde finden Zuflucht in Lidl-Filiale
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Straßenhunde suchen Schutz vor der extremen Hitze in einem Supermarkt in Licata.
- Eine massive Hitzewelle auf Sizilien zwingt streunende Hunde in Licata zur Suche nach klimatisierten Zufluchtsorten.
- Die Leitung einer lokalen Lidl-Filiale erlaubt den Tieren, im Eingangsbereich zu ruhen und stellt Wasser sowie Futter bereit.
- Das Problem der herrenlosen Hunde in Italien ist strukturell und wird durch fehlende Kastrationsprogramme weiter verschärft.
Die Filialleitung toleriert den Aufenthalt der Tiere aufgrund der extremen Hitze. Die Mitarbeiter stellen den Hunden sogar Futter und Wasser zur Verfügung.
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Sizilien leidet derzeit unter einer massiven Hitzewelle, die das Leben auf der Insel für Mensch und Tier gleichermaßen beschwerlich macht. In der Gemeinde Licata haben streunende Hunde nun einen ungewöhnlichen, aber effektiven Zufluchtsort gefunden: eine örtliche Lidl-Filiale.
Videos, die in den sozialen Medien – unter anderem durch die Nutzerin Nicole Millingi auf TikTok – verbreitet wurden, zeigen die Tiere, wie sie erschöpft im klimatisierten Ein- und Ausgangsbereich des Marktes ruhen. Die Filialleitung toleriert den Aufenthalt der Vierbeiner offenbar und stellt sogar Näpfe mit Wasser und Futter bereit. „Die Tiere sind nicht dumm. Die wissen, wo sie Hilfe bekommen“, kommentiert Millingi die Situation.
Extreme Hitze bedroht Straßentiere
Die Aufnahmen entstanden während einer Hitzewelle, in der der Süden Italiens seit Wochen Temperaturen von teils deutlich über 30 Grad verzeichnet. Für die zahlreichen streunenden Hunde der Region ist dies eine lebensbedrohliche Belastung, da sie oft vergeblich nach Schatten und Wasser suchen.
Italiens Umgang mit der Streuner-Problematik
Das Phänomen ist nur ein Symptom eines weitaus größeren strukturellen Problems. Schätzungen zufolge leben hunderttausende herrenlose Hunde in Italien. Da viele Kommunen das Problem nicht systematisch angehen und Kastrationsprogramme fehlen, wächst die Population weiter unkontrolliert.

Die Unterbringung in den sogenannten „Canile“ – privat geführten Tierheimen – steht dabei seit Jahren in der Kritik. Da die Betreiber für jeden aufgenommenen Hund öffentliche Gelder erhalten, werfen Tierschützer vielen von ihnen Profitgier vor. Die Zustände in diesen Einrichtungen, von engen Zwingern bis hin zu mangelhafter Versorgung, werden regelmäßig von Aktivisten bemängelt.
Große Anteilnahme im Netz
Das Vorgehen der Lidl-Filiale in Licata wird derweil in den sozialen Medien gefeiert. Viele Nutzer loben die Entscheidung des Marktes, den Tieren trotz des Geschäftsbetriebs Schutz zu gewähren. Kommentare wie „Es gibt noch Hoffnung für die Menschheit“ spiegeln die positive Resonanz auf die Entscheidung der Mitarbeiter wider.
Häufige Fragen
Wie reagieren Nutzer in sozialen Medien auf die Hunde bei Lidl?
Die Entscheidung des Marktes, den Tieren Schutz zu gewähren, wird in den sozialen Medien gefeiert und gelobt.
Was ist das Problem mit italienischen Tierheimen?
Tierschützer werfen den privat geführten Tierheimen Profitgier vor und kritisieren die engen Zwinger sowie die mangelhafte Versorgung.
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